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Kinesiologie als alternative Behandlungsmethode

Durch Lösen energetischer Blockaden sollen Erschöpfungszustände der Vergangenheit angehören

Frankfurt/Main (ddp). Gute Nachrichten wirken wie ein Energieschub: Wer gut drauf ist, fühlt sich nicht nur, als könne er Bäume ausreißen, sondern erlebt tatsächlich eine Leistungssteigerung. Umgekehrt gilt das leider auch: Wer an etwas Trauriges denkt oder kurz zuvor einen Rüffel vom Chef erhalten hat, fühlt sich schwach und antriebslos. Genau auf diesen Erfahrungen basiert die Kinesiologie, eine von der Schulmedizin nicht anerkannte Behandlungsmethode, die Mitte des 20. Jahrhunderts von dem Amerikaner George Goodheart entwickelt wurde.

"Die 'Lehre von der Bewegung' geht davon aus, dass Körper, Geist und Seele eine Einheit bilden. Stressfaktoren können zu energetischen Blockaden führen, die körperliche Leiden oder Erschöpfungszustände verursachen", erklärt die Heilpraktikerin Anita Marx-Rischmüller aus Frankfurt am Main. Umgekehrt sollen sich diese Beschwerden lindern lassen, indem die Stressfaktoren bekämpft und die Blockaden gelöst werden.

Marx-Rischmüller selbst wendet eine Weiterentwicklung der Kinesiologie an, das sogenannte "Touch for Health". Dabei sollen Muskeltests Aufschluss über emotionale Störungen sowie Lebensmittel- und andere Unverträglichkeiten geben. "Zu Beginn der Behandlung mache ich einen Grundtest, um dem Patienten zu zeigen, worum es geht", erläutert die Heilpraktikerin. Der Patient liegt auf dem Rücken und hält den ausgestreckten Arm ungefähr in einem 45-Grad-Winkel in die Luft. Marx-Rischmüller bewegt diesen nun gleichmäßig nach unten und wieder zurück. Sagt sie "halten", so hält der Patient mit gerade so viel Kraft dagegen, dass sich der Arm nicht mehr so einfach wie zuvor herunterdrücken lässt.

"Vor dem zweiten Durchgang streiche ich nun an einem Hauptmeridian, einer Energiebahn des Körpers, entlang. Indem ich die Bewegung vom Kopf in Richtung Becken ausführe, entziehe ich dem Körper Energie", erklärt die Heilpraktikerin, während sie die Hände ohne direkte Berührung über den Patienten bewegt. Dann wiederholt sie den Test - mit eindeutigem Ergebnis: Nach dem Kommando "halten" gelingt es dem Liegenden dieses Mal nicht, den Widerstand aufrechtzuerhalten, und sie kann den Arm ohne Kraftaufwand herunterdrücken.

Die Verblüffung steht dem Patienten ins Gesicht geschrieben. Er beteuert, mit der gleichen Kraft dagegengehalten zu haben wie vorher. Anita Marx-Rischmüller kennt diese Reaktion: "Je skeptischer die Menschen vor dem Test sind, desto mehr staunen sie über das Ergebnis", erzählt sie schmunzelnd. Dann demonstriert die Heilpraktikerin die Gegenprobe: Diesmal fährt sie die Energiebahn des Patienten in der umgekehrten Richtung ab, dem Körper wird dabei keine Energie entzogen. Sie macht den Test ein drittes Mal. Wie beim ersten Mal lässt sich der Arm nun nicht mehr herunterdrücken.

"Es geht eben nicht um die Kraft des Muskels, sondern um die Energie, die in ihm steckt", so die Erklärung der Therapeutin. Stört etwas den Energiefluss, soll sich dies in einer schwächeren Muskelreaktion zeigen: "Legt man dem Patienten während des Tests ein Lebensmittel auf die Bauchhaut, das er nicht verträgt, wird sich der Arm wiederum leicht nach unten bewegen lassen."

Bei Erschöpfungszuständen löst die Heilpraktikerin vorhandene Blockaden durch Stärkung der betroffenen Meridiane und die Behandlung von Reflex- oder Akupressurpunkten. "Die Kinesiologie sollte allerdings immer Hand in Hand mit der Schulmedizin gehen", betont Anita Marx-Rischmüller. "Wenn Symptome nach einigen wenigen Sitzungen nicht verschwunden sind, sollte unbedingt ein Arzt hinzugezogen werden."

(ddp)

 
erschienen am 02.02.2010
 
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