18 Zentimeter länger als der "normale" Ibiza, der Ibiza ST.
Foto: Seat
Kombi-Ibiza ist dank des Turbos flott unterwegs
Seats Kleinwagenüberzeugt im Test - Platz fürs Gepäck ausreichend
Chemnitz. Ibiza. Das klingt nach Sonne, Strand, Palmen und Party. Und nach Auto. Denn der nach der Baleareninsel benannte Kleinwagen wird seit 1984 produziert und ist damit das meistverkaufte Auto der spanischen Volkswagen-Tochter Seat. Auch im ersten Halbjahr trugen Ibiza und Ibiza ST Kombi zum positiven Vertriebsergebnis der Marke bei, die ein Plus von fast 20Prozent gegenüber dem Vorjahr erzielte und damit erheblich stärker wuchs als der Gesamtmarkt (plus 10,8 Prozent).
"Freie Presse" testete die "Langversion" des Ibiza, den ST genannten Kombi in der Sport-Ausführung. An Äußerlichkeiten soll sich an dieser Stelle nicht aufgehalten werden, denn Formen sind ja eh Geschmackssache, wenn wir auch zum Beispiel den kleinen dreieckigen Fensterchen an der A-Säule neben den Außenspiegeln nichts Positives abgewinnen konnten. So gaben wir lieber ordentlich Gas. Bei dem laut Papieren nur 77kW/105 PS leistenden Motor hatten wir zunächst schon arge Bedenken, doch die Rechnung ohne den Turbo gemacht, der den TSI flott auf Touren bringt. Die angegebenen 5,3Liter Durchschnittsverbrauch allerdings konnten nicht erreicht werden. Das Sieben-Gang-Automatik-Doppelkupplungsgetriebe schaltet rasch in die benötigten Übersetzungen und bringt den also gar nicht so kleinen Kleinwagen in zehn Sekunden von Null auf Hundert. In den Sportsitzen haben Fahrer und Beifahrer sicheren Halt, so dass auch die in den Innenraum weitergegebenen Bodenunebenheiten nicht so ins Gewicht fallen. Serie in der Sport-Version sind unter anderem Klimaanlage und Bordcomputer.
Im Kofferraum (430 bis maximal 1164 Liter - wenn die Rücksitze im Verhältnis ein Drittel zu zwei Drittel umgeklappt sind) bekommt man eine Menge unter, auch wenn er im Vergleich zum klassengleichen Skoda Fabia Kombi (505 bis 1485 Liter) doch ein ganzes Stück kleiner ist. Ungeübte Seat-Fahrer könnten aber schon damit Probleme bekommen, das Gepäckabteil überhaupt öffnen zu können, denn es fehlt der Griff. Ähnlich den hinteren Türen beim Alfa, wo die Griffe hinter einer Verblendung versteckt sind, muss man hier aufs Seat-Symbol drücken: Schwups, geht die Klappe auf.
Die Preisliste für den einfachsten 1.2er Seat ST mit 44 kW/60 PS öffnet sich bei 12.490Euro. Es gibt ihn in drei verschiedenen Ausstattungsvarianten. Neben vier verschieden starken Benzin-Motoren von 44 bis 77 KW bietet Seat auch drei unterschiedlich starke Diesel-Aggregate.
Typenblatt: Seat ST Sport: Länge/Breite/Höhe (in m): 4,23/1,69/1,44; Kofferraum: 430 bis 1164 Liter; Motorisierung: 1,2-Otto-Motor mit 77 kW/105 PS, Höchstgeschwindigkeit: 190 km/h, Normverbrauch: 5,3 Liter auf 100 Kilometer, CO2-Ausstoß: 124 g/km; Preise ab 19.290 Euro.