Nach dem Einzug der FDP in die Hamburger Bürgerschaft sieht Schleswig-Holsteins FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki die Debatte um den Kurs von Parteichef Guido Westerwelle vorerst als beendet an.Foto: Karlheinz Schindler
Kubicki: FDP-Personaldebatte nach Wahl beendet
"Weckruf" an die Partei auf Bundesebene habe gewirkt
Nach dem Einzug der FDP in die Hamburger Bürgerschaft sieht Schleswig-Holsteins FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki die Debatte um den Kurs von Parteichef Guido Westerwelle vorerst als beendet an. Die Liberalen in der Hansestadt hätten den Einzug ins Parlament sicher nicht geschafft, "ohne die erfolgreiche Spitzenkandidatin Katja Suding, die eben gerade nicht für kalte ökonomische Themen steht, sondern für die Vereinbarung von Familie und Beruf und für einen Kurs der sozialen Teilhabe", sagte Kubicki der "Leipziger Volkszeitung".
Die FDP habe in Hamburg gezeigt, dass sie mit einer "sozialliberalen Option" an Bedeutung und Gewicht gewinne, sagte der FDP-Politiker, der die Debatte um Westerwelles Kurs angeführt hatte. Für den Kurs eines "mitfühlenden Liberalismus" stehe auf Bundesebene Generalsekretär Christian Linder. Für den Parteivorsitzenden und Vizekanzler Guido Westerwelle gelte in diesem Zusammenhang: "Mein Weckruf hat gewirkt. Seit Januar ist zu spüren, dass sich die FDP auf Bundesebene anders aufstellt."
Die FDP hatte bei den Wahlen am Sonntag in Hamburg nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis 6,6 Prozent der Stimmen erhalten. Damit zieht die Partei nach sieben Jahren wieder in die Bürgerschaft ein.