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Kugeln, Bomben und Pralinen
Für sprudelndes Badevergnügen an kalten Tagen gibt es eine Fülle von Zusätzen
München (ddp). Trübes Herbstwetter, strömender Regen, sibirische Kälte schon Anfang November - was gibt es da Besseres als ein wohliges heißes Bad? Mit angenehmen Düfte, belebendem Sprudeln und sanft pflegenden Ölen kann sich jeder eine kleine Wellness-Oase im heimischen Badezimmer schaffen. Zum Beispiel mit belebenden Badekugeln, spritzigen Badebomben oder sanft pflegenden Badepralinen. Bei der riesigen Auswahl an Düften und Pflegesubstanzen ist wohl für jeden Geschmack und Hauttyp etwas dabei.
Gerne und häufig verwendet werden die sogenannten Badekugeln - kleine, farbige Bälle, die sich im Badewasser zart sprudelnd auflösen. Einen noch stärkeren Sprudeleffekt haben Badebomben, die im Wasser ein prickelndes, belebendes Gefühl auf der Haut erzeugen. Beide Produkte enthalten hautpflegende Öle, die Zahl der Duftnoten ist nahezu unbegrenzt: Sie reichen von fruchtigen Düften wie Pfirsich oder Grapefruit über Kräuterdüfte wie Jasmin oder grüner Tee bis hin zu süßen Noten wie Honig und Kakaobutter. Und je nach Art der Inhaltsstoffe können die blubbernden Kugeln eine eher belebende oder beruhigende Wirkung ausüben.
"Bei der Zusammensetzung gibt es allerdings deutliche Unterschiede", erklärt Angelika Baur-Schermbach, Leiterin des Fachbereichs Spa & Beauty im Deutschen Wellness Verband. "Einige Produkte sind richtige Chemiebomben, die künstliche Tenside oder Konservierungsstoffe enthalten. Es gibt aber auch Kugeln mit rein natürlichen Zutaten, die ihre Sprudelwirkung durch Zitronensäure, Stärke oder das Backtriebmittel Natron erhalten." Vor allem kleinere Firmen produzieren diese oft handgefertigten, naturbelassenen Produkte.
Gleiches gilt auch für die sanfteren Badepralinen. Diese bestehen hauptsächlich aus pflanzlichen Ölen und lösen sich im Badewasser zart schmelzend auf. "Badekugeln und Badebomben sind generell für jeden Hauttyp geeignet, Pralinen sollte man eher bei sehr trockener Haut verwenden", sagt Baur-Schermbach. Zusätzliche Substanzen wie Öle oder Badeschaum braucht man dem Badewasser dann nicht mehr zuzusetzen.
"Wie alle Vollbäder sollte ein solches Bad nicht länger als 20 Minuten dauern und eine Temperatur von etwa 38 Grad haben", empfiehlt Baur-Schermbach: "Anschließend das Öl einfach in die Haut einziehen lassen - sich also nicht einseifen oder abfrottieren."
Übrigens ist es gar nicht schwer, sich eine Badekugel oder Badebombe ganz nach persönlichem Geschmack zu basteln. Als Grundlage dienen dabei Maismehl und Milchpulver, für den Sprudeleffekt sorgen Backpulver und Zitronensäure. Um dem Ganzen eine angenehme Duftnote zu verleihen, gibt man Duftöle wie Rosen-, Mandel- oder Vanilleöl bei. Die Masse wird anschließend in einen in der Mitte halbierten Tischtennisball gedrückt, einen Tag später aus der Hülle gelöst - und fertig ist der "Leckerbissen" für einen entspannten Badeabend.
Als Beispiel nennt Wellness-Expertin Baur-Schermbach folgendes Rezept: 8 Tüten Backpulver, 3 Esslöffel Maismehl, 20 Tropfen Rosenöl, 4 Esslöffel Mandelöl, 3 Esslöffel Milchpulver und 3 Tüten Zitronensäure werden gut vermengt, in Rosenblüten eingetaucht, in einen in der Mitte halbierten Tischtennisball gegeben und gut zusammengedrückt. Nach einem Tag Trockenzeit löst man den Ball und fertig ist die Badekugel.
(ddp)