Fahrrad Zwischen dem Wechsel vom Rad auf die zweite Laufdistanz sollte eine kurze Pause eingelegt werden, um eine Verletzungsgefahr zu vermeiden.

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Laufen, Radfahren, Laufen

Duathlon ist ein guter Einstieg für andere Ausdauersportarten

Kassel. Beim Sport brauchen manche Menschen Abwechslung. Eine einzige sportliche Disziplin ist ihnen auf Dauer zu eintönig. Wer sich zum Beispiel zwischen Langstreckenlauf und Radfahren nicht entscheiden will, kann beides ohne Probleme kombinieren: Die entsprechende Mehrkampfsportart heißt Duathlon. "Duathlon ist besonders gut geeignet als Einstieg für andere Ausdauersportarten wie Triathlon", sagt Professor Kuno Hottenrott, Sportwissenschaftler an der Universität Halle-Wittenberg und Autor des Buches "Duathlontraining - Intelligent, effektiv, erfolgreich".

Selbst wenn im Vergleich zum Triathlon das Schwimmen entfällt, stellt Duathlon einen echten sportlichen Härtetest dar. Bei Wettkämpfen für Erwachsene besteht schon ein Kurz-Duathlon oft aus fünf Kilometern Laufen, 20 Kilometern Radfahren und noch einmal fünf Kilometern Langstreckenlauf. Bei der langen Version legen die Sportler sogar mitunter über 80 Kilometer zurück: insgesamt 24 Kilometer zu Fuß und 60 Kilometer auf dem Rad. Das erfordert eine hohe körperliche Fitness. "Auch die kurze Strecke kann ein Anfänger nicht ohne längere Vorbereitung leisten", betont Hottenrott.

Nach dem Rat des Ausdauersportexperten sollten Einsteiger ohne sportliche Erfahrung vor dem ersten Duathlon mindestens ein Jahr lang regelmäßig Sport getrieben haben. Viele Duathleten kämen aus anderen Disziplinen wie Skilanglauf, Mountainbiking oder dem Rudersport. "Duathlon ist ein Sammelbecken für Sportler, die mal etwas anderes ausprobieren wollen", berichtet Hottenrott. Besonders diejenigen, denen das Schwimmen nicht sonderlich liege, entschieden sich verständlicherweise eher für Duathlon als für Triathlon.

Bevor die beiden Disziplinen kombiniert werden können, muss nach Angaben des Duathlon-Experten zunächst die sportliche Ausdauer trainiert werden. Hierfür sollten Einsteiger Langstreckenlauf und Radfahren zunächst getrennt trainieren und ihr Pensum langsam auf eine Stunde Laufen und zwei Stunden Radfahren steigern. Außerdem sei ein Training für Bauch- und Rückenmuskulatur empfehlenswert. Wer älter als 35 Jahre sei und lange keinen Sport getrieben habe, sollte sich zudem ärztlich untersuchen lassen. "Gesundheit und eine gute körperliche Belastbarkeit sind die Grundvoraussetzungen für jeden Ausdauersport", betont Hottenrott.

Beim Training sollte zudem ein besonderes Augenmerk auf die Übergänge zwischen den einzelnen Etappen gelegt werden, sagt der Sportwissenschaftler. Gerade beim Wechsel vom Rad auf die zweite Laufdistanz gebe es eine erhöhte Verletzungsgefahr. "Die Muskulatur ist nach dem Radfahren meist etwas verspannt und auch die Achillessehnen werden beim Laufen anders beansprucht", erklärt Hottenrott. Deshalb sei vor allem Anfängern zu raten, eine kurze Pause einzulegen und ein paar Dehnübungen zu machen, insbesondere für die Beinmuskulatur.

Da Sportler auch bei einem kurzen Duathlon mindestens zwei bis drei Stunden auf der Strecke unterwegs sind, muss außerdem der hohe Energie- und Salzverlust des Körpers ausgeglichen werden. Hierfür sollten Duathleten vor allem ausreichend energiereiche Sportgetränke bereithalten. "Auch eine Banane oder ein Riegel können nicht schaden", sagt Hottenrott. Das Essen und Trinken auf der Strecke will allerdings vorher geübt sein, wie der Sportwissenschaftler erläutert: "Anfänger bekommen dabei häufig Seitenstechen oder Magenprobleme."

Informationen zum Thema Duathlon und Wettkampftermine sind über die "Deutsche Triathlon Union (DTU)" erhältlich: dtu-info.de
(ddp/mid/esc)

 
erschienen am 15.06.2009
 
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