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Lust am Rad nimmt ab

Fahrrad bleibt dennoch beliebtes Fortbewegungsmittel - Neue Radwege gefordert

Berlin (dapd). Es belastet die Umwelt nicht, ist billiger als ein Auto und fördert die Gesundheit. Dennoch schwindet die Lust der Deutschen, aufs Fahrrad zu steigen, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Untersuchung hervorging. 41 Prozent der Befragten fahren täglich oder zumindest mehrmals die Woche Fahrrad, wie die im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums und in Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) erstellte Studie ergeben hat. Zwei Jahre zuvor waren es immerhin noch 53 Prozent.

Dennoch rangiert der Drahtesel nach wie vor auf Platz drei der beliebtesten Fahrzeuge hinter dem Auto und den motorisierten Zweirädern. Mehr als drei Viertel der Haushalte besitzen laut der Studie ein Fahrrad. Als tägliches Fortbewegungsmittel nutzen dies vor allem Jugendliche. Mehr als ein Viertel der 14- bis 19-Jährigen tritt demnach täglich in die Pedale.

Auf einen Hilfsmotor setzt erst ein Prozent der Befragten. Das Interesse an E-Bikes oder Pedelecs hat sich im Vergleich zu 2009 jedoch nahezu verdoppelt und ist erwartungsgemäß bei den Befragten ab 60 Jahren am größten.

Der Radverkehr werde vor allem in den Großstädten immer wichtiger, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Verkehrsministerium, Jan Mücke (FDP). In Städten ab 100.000 Einwohnern fuhren laut der Studie 43 Prozent der Befragten regelmäßig Fahrrad.

Knapp zwei Drittel der Umfrageteilnehmer sprach sich für neue Radwege aus. Fast jeder Zweite wünscht sich Kampagnen für ein besseres Miteinander der Verkehrsteilnehmer. Um die Rücksichtnahme zu erhöhen, werde das Ministerium im kommenden Jahr eine neue Initiative fördern, kündigte Mücke an.

Für den "Fahrrad-Monitor Deutschland 2011" hatte das Sinus-Institut 2.000 Bürger zwischen 14 und 69 Jahren befragt.

(Link zur Umfrage: http://url.dapd.de/B5NEKd )

 

 
erschienen am 01.12.2011
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