Die aktuellen Infiniti-Modelle für Europa mit Limousine, SUV's und Cabrio/Coupé (von links). Foto: Infiniti
Luxus-Japaner startet in Deutschland
Infiniti-Zentrum in Dresden eröffnet - Fünf Modelle ab 320 PS und zu Preisen ab 39.900 Euro auf dem Markt
Dresden. Deutschlands Straßenbild wird um eine Automarke bunter. "Infiniti" heißt sie, und sie ist der Luxusableger des japanischen Autobauers Nissan.
Infiniti ist neu in Europa, in den USA aber seit 20 Jahren auf dem Markt. Nach Hamburg öffnete in Dresden zu Monatsanfang die zweite Verkaufsniederlassung in Deutsch- land. Das Credo der Marke von der "kraftvollen Eleganz" ist bei den fünf Modellen (in 13 Ausstattungsvarianten), die bislang am europäischen Markt zu haben sind, voll aufgegangen: Es gibt SUV-Baureihen, also Autos, die im Look eines Geländegängers daherkommen: den großen FX, der als BMW-X5-Konkurrent durchgehen könnte. Ihn kann man nicht übersehen; ihn möchte man des Nachts nicht auf der Straße stehen lassen. Der allradgetriebene Pkw ist das Topmodell. Für den FX37 mit seinen 320 PS/235 kW muss man ab 55.600 Euro auf den Tresen des Autohauses packen, für den großen Bruder FX50 (390 PS/ 287 kW) ab 71.500 Euro. Der zweite SUV ist der kompakte EX, ein Crossover mit coupéartiger Linie - ähnlich dem Q5 von Audi. Den EX37 mit 320 PS/235 kW gibt es zu Preisen ab 47.550 Euro.
Hinzu kommt die G-Baureihe in der oberen Mittelklasse mit einer viertürigen Limousine (ab 39.900 Eu- ro), einem sportlichen Coupé (ab 41.950 Euro) und einem Metalldach-Cabrio (ab 50.800 Euro). Im zweiten Halbjahr soll noch eine Oberklassen-Limousine die Modellpalette abrunden. Alle Modelle sind perfekt ausgestattet, an Extras bleiben fast keine Wünsche zum Zukaufen offen.
Dennoch werden es die Luxusjapaner schwer haben in Deutschland: Der Benzinverbrauch liegt offiziell mit mindestens 10,6 Liter (G37 und G37 Coupé) nicht in der Kategorie der Sparmotoren. Auch bei solche zeitgemäßen Techniken wie Start-Stopp-Automatik oder Aufladung und Direkteinspritzung: Fehlanzeige. Ein Hybrid, so hieß es, sei in Arbeit. Kleine Fahrzeugklassen passen nicht ins Konzept. Aus alldem resultiert, dass man sich bei Umweltschützern mit einem CO2-Ausstoß von 248 bis 307 g/km keine Freunde macht. Und ein Dieselmotor ist erst für den Herbst angekündigt. Hier nutzt man Synergieeffekte: Der Drei-Liter-Selbstzünder stammt aus der Kooperation des Mutterkonzerns mit Renault.
Doch bei Infiniti ist man optimistisch: 2013 will man in Europa 20.000 Fahrzeuge verkaufen. Russland ist in diesem Planspiel übrigens nicht enthalten; den Edel-Japaner gibt's schon im Moskau, Sankt Petersburg und anderswo. Dort finden pro Jahr 6000 bis 8000 Infinitis einen Käufer.
Erwähnenswert ist noch der fürsorglichere Service: Im Umkreis von 250 Kilometern bietet jeder Händler seinen Kunden einen Hol- und Bring- service an: dreimal in den ersten drei Jahren - üblicherweise zu den regelmäßigen Wartungsdiensten. Nach Ablauf des Garantiezeitraums fallen dafür Kosten an. Zweite Komponente ist ein europaweiter Mobilitätsservice, der nicht fahrzeug-, sondern personenbezogen funktioniert. Auch Kunden, die gerade nicht in ihrem Infiniti unterwegs sind und eine Panne haben, können den Dienst in Anspruch nehmen.
www.infiniti.de