Ob rot, ob gelb: Knallige Farben lassen den kleinen Spanier kräftiger erscheinen.
Foto: Seat
Mit dem Mii aus dem Absatzstau
Die spanische Tochter-Marke Seat setzt auf den Up-Ableger, der den Namen Mii trägt
Chemnitz. Der Arosa ist Geschichte. Der Mii schlägt ein neues Kapitel in der Seat-Geschichte auf. In Spanien, einem traditionell starken Markt für Kleinwagen, sowie in Portugal hat die Volkswagen-Tochter den Verkauf bereits gestartet. Seat leidet unter dem Absatzstau, den die Wirtschaftsflaute im Heimatland auslöste. Umso mehr trägt der Stadtflitzer die Hoffnung auf eine Belebung des Geschäfts.
Die Namen sind gewöhnungsbedürftig: Bei Skoda heißt der Up-Bruder Citygo. Das klingt alles andere als böhmisch-traditionell. Und Mii? Diese Buchstaben-Kombination sei überall zu verstehen und strahle Freundlichkeit aus, heißt es bei Seat. Ein Verkaufshindernis sollten die sicher gut honorierten Namensfindungen aber nicht sein.
Dafür spricht beim 3,65 Meter kurzen Seat eine äußerst sympathische Ausstrahlung. Der Dreitürer ist zwar baugleich mit dem Up und wird ebenso wie der Citygo im slowakischen VW-Werk Bratislava gebaut, aber er unterscheidet sich sowohl in der Heck- und Frontpartie wie in der Innenausstattung von den beiden Konzern-Pendants.
Als jüngstes Mitglied der Seat-Modellfamilie soll der Mii ein unverwechselbares Profil zeigen: Sportlich-dynamisch und zugleich puristisch und zeitlos. Nur 854 Kilogramm bringt das Wägelchen in der Basisversion auf die Waage. Das zumindest ist puristisch. Üppig ist dagegen die Ausstattung in der Versionen "Style". Elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung, optional auch ein Panorama-Glasschiebedach, zählen zum Angebot.