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Mönchspfeffer
Fundorte: Mönchspfeffer ist im Mittelmeergebiet, auf dem Balkan und in Indien beheimatet, dort wächst er in Meer-Nähe und an Flussmündungen.
Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Iridoidglykoside (Aucubin, Agnusid), Flavonoide, Bitterstoff Castin sowie fettes Öl.
Wirkungen: Hormonell ausgleichend bei prämenstruellem Syndrom (PMS), zyklusregulierend, ähnlich dem Hormon Gestagen.
Anwendungen: bei PMS (Brustschmerzen, Wassereinlagerungen, migräneartige Kopfschmerzen, Verstopfung und Gewichtszunahme, Unterleibs- oder Kreuzschmerzen, Stimmungsschwankungen, Unruhe, Ängste), Wechseljahresbeschwerden, Zyklusstörungen wie ausbleibender oder zu häufig wiederkehrender Regelblutung, bei Unfruchtbarkeit infolge einer Schwäche des Gelbkörperhormons oder erhöhtem Gelbkörperspiegel sowie zum Abstillen.
Darf nicht angewendet werden in der Schwangerschaft und während der Stillzeit.
Zubereitung: Mönchspfeffer gibt es als Fertigpräparat in Apotheken.
Sammeln: Medizinisch verwendet werden die Früchte.
Volksglaube: Mönchspfeffer gilt seit der Antike als Symbolpflanze der Enthaltsamkeit. Jahrhundertelang bereiteten sich Priester, die ihre Keuschheit bewahren wollten, aus den Blättern ein Lager. Und im Mittelalter nutzten Mönche die Früchte des Mönchspfeffers in der Klosterküche nicht nur als Pfefferersatz, sondern vorrangig als triebdämpfendes Mittel, das die Einhaltung des Zölibats erleichtern sollte. (fp)