Viele Frisöre haben inzwischen Erfahrung im Umgang mit Pflanzenhaarfarben und können hierzu Tipps geben. Foto: Szasz-Fabian Erika/fotolia.de
Pflanzenhaarfarbe als Alternative zum chemischen Färben
Vor der Anwendung sollte auch bei Haarfärbemitteln auf pflanzlicher Basis vor der eigentlichen Anwendung ein Allergietest durchgeführt werden
Düsseldorf. Zur eigenen Verschönerung färben viele Menschen ihrer Haare. Im Handel werden verschiedene Pflanzenhaarfarben als Alternativen zu chemischen Färbemitteln angeboten. Doch bei ihrer Anwendung müssen einige Details beachtet werden.
Wie bei allen Substanzen, die mit der Haut direkt in Berührung kommen, sollte auch bei Haarfärbemitteln auf pflanzlicher Basis vor der eigentlichen Anwendung ein Allergietest durchgeführt werden. Etliche Menschen reagieren beispielsweise mit Juckreiz und Hautausschlägen auf Henna, das in vielen pflanzlichen Haarfarben enthalten ist. Besteht keine Allergie und hat das Ergebnis nach dem Färben einer Testhaarsträhne gefallen, kann es losgehen.
Weil Naturhaarfarben anders auf die Haare wirken als klassische Haarfärbeprodukte, dauert die Einwirkzeit meist deutlich länger. Oft muss eine Zeitspanne von mindestens einer Stunde gerechnet werden, wenn nicht gar zwei bis drei Stunden eingeplant werden, denn so lange muss beispielsweise eine Hennamischung auf dem Kopf verbleiben. Das Farbergebnis wird bei manchen pflanzlichen Färbemitteln intensiver, wenn sie nicht mit Wasser, sondern zum Beispiel mit Schwarztee angemischt werden. Wärme während der Einwirkzeit intensiviert in vielen Fällen die Färbewirkung ebenfalls.
Etliche Frisöre haben inzwischen Erfahrung im Umgang mit Pflanzenhaarfarben und können hierzu Tipps geben. Oft bieten sie sogar entsprechende Produkte zum Verkauf an und können Pflegehinweise geben. Denn mitunter können bestimmte Pflegeprodukte wie Haarkuren, die unmittelbar nach dem Färben aufgetragen werden, das Farbergebnis verändern. Ein Teil der Pflanzenhaarfarbe wäscht sich mit der Zeit wieder aus, prinzipiell sind die Färbungen mit Pflanzenprodukten aber dauerhaft. Gerade im Sommer kann es bei starker Sonneneinstrahlung an exponierten Stellen wie etwa direkt auf dem Kopf zum Ausbleichen der Farbe kommen. Um dies zu verhindern, sollte ein Sonnenhut getragen werden, was zudem eine sinnvolle Schutzmaßnahme in Hinblick auf einen Sonnenbrand ist.
mp/sm