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Rechtzeitig vor der Grippesaison impfen lassen

Schutz baut sich in knapp zwei Wochen auf

Berlin (dapd). "Grippe?! Der Sommer ist doch kaum vorüber, das hat noch lange Zeit", denken viele Menschen, wenn sie dieser Tage auf eine Grippeschutzimpfung hingewiesen werden. "Doch wer sich im Herbst impfen lässt, kann sicher sein, dass der Impfschutz aufgebaut ist, wenn die Grippewelle beginnt", sagt Silke Buda von der Arbeitsgemeinschaft Influenza des Robert Koch-Instituts in Berlin. Die saisonalen Grippewellen begannen in den Vorjahren meist Ende Januar oder im Februar. Die Erkrankungswelle, die durch das pandemische Influenza-Virus H1N1 - die sogenannte Schweinegrippe - im vergangenen Jahr ausgelöst wurde, setzte hingegen außergewöhnlich früh ein, nämlich schon im Oktober.

Wie es dieses Jahr sein wird, kann zwar auch das Robert Koch-Institut nicht vorhersagen. "Aber als Impfstoffkomponente im diesjährigen saisonalen Impfstoff wurde auch das H1N1-Influenzavirus vom letzten Jahr berücksichtigt, so dass die Impfung auch gegen dieses Virus schützt", beruhigt Buda.

Eine Schutzimpfung empfiehlt die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut für Personengruppen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf. "Dazu gehören Personen mit chronischen Vorerkrankungen, wie beispielsweise des Atmungs- oder des Herzkreislaufsystems", erklärt Silke Buda. Auch Senioren zählen zu den besonders gefährdeten Personengruppen.Für medizinisches Personal ist eine Impfung ohnehin sehr ratsam, "denn zum einen besteht beim Umgang mit Patienten eine erhöhte Gefahr, sich selbst anzustecken. Gleichzeitig werden aber so auch die betreuten Patienten geschützt, die häufig ebenfalls ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben."

Der Aufbau des Impfschutzes nach der Grippeschutzimpfung dauert etwa 10 bis 14 Tage. "Diese Zeit muss eingeplant werden, darum sollte man mit der Impfung nicht zu lange warten", betont Buda. Die Impfung sei in der Regel sehr gut verträglich. Wer sich unsicher ist, ob er sich impfen lassen soll, kann sich auch auf den Internetseiten des Robert Koch-Instituts (rki.de) zur pandemischen und saisonalen Grippe informieren.

dapd

 
erschienen am 14.09.2010
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