Markant ist die auffällige Front des Mégane Coupé. Foto: Renault
Richtig sicherer Partner fürs Wintervergnügen
Renault Mégane Coupé trotzt den winterlichen Straßenverhältnissen
Chemnitz. Deutschland ein Wintermärchen. Überall Schnee und -wehen und mittendrin eine normalerweise in der Winter- und damit schneereichen Zeit im Erzgebirge allradverwöhnte Fahrerin im Renault Coupé. Ob das gut geht? Ja, es war ein Wintervergnügen.
Der Renault Mégane Coupé mit Automatikgetriebe, 140 PS/103 kW und damit ordentlich Kraft unter der Motorhaube entpuppte sich auch bei schwierigen Wetterbedingungen als ein sicherer Partner. Er liegt gut auf der Straße, schlingert nicht so schnell und steckt damit so manche Schneewehe weg. Allerdings waren beim Testmodell die Scheibenwischer unangenehm. Gerade bei starkem Schneefall kratzten sie über die Frontscheibe und hinterließen oftmals einen Schmutzfilm, der keine optimale Sicht brachte.
Leise, flott und komfortabel
Ohne Wenn und Aber und noch dazu sehr flüssig arbeitet dagegen das stufenlose CVT-Getriebe von Renault. Zu bedienen ist es wie ein ganz normales Automatikgetriebe. Der Hersteller beschreibt die Kraftübertragung CVT (von "Continuously Variable Transmission", zu Deutsch etwa "Unterbrechungsfreie stufenlose Übersetzung") als eine innovative Technik, die es ermöglicht, sparsamer, flotter, leiser und komfortabler zu fahren als mit vielen anderen Lösungen. Wer zwischendurch gerne mal wieder selber schaltet, kommt über sechs programmierte Fahrstufen ohne zu kuppeln vorwärts.
Neben technischen Raffinessen ist den Franzosen auch ein optischer Paradigmenwechsel wichtig. Denn mit der neuen Mégane-Generation hat Renault eine neue Designphilosophie auf den Markt gebracht: Trotz der gemeinsamen fließenden Linienführung sollen sich die einzelnen Typen stärker voneinander unterscheiden.
Eigenständigkeit der Modelle
So kommen die fünftürige Schräghecklimousine, das Coupé und der Kombi Grandtour als deutlich eigenständigere Modelle daher und damit den unterschiedlichen Bedürfnissen und Vorstellungen der Zielgruppen besser entgegen. Lediglich die Motorhaube, die vorderen Kotflügel und die Scheinwerfer haben die drei Karosserievarianten optisch gemeinsam. Beim Coupé wurde zudem die Linienführung sehr sportlich gestaltet. Markant sind die auffällige Front mit den seitlichen, in Matt-Chrom gefassten Lufteinlässen und die extrem geneigte, halbmondförmige Heckscheibe.
Das Platzangebot für Kopf und Beine kann sich sehen lassen. Mit 4,30 Metern hat das Coupé neun Zentimeter mehr als die frühere dreitürige Schräghecklimousine. Auch für die Passagiere in der zweiten Reihe gibt es deshalb genügend Freiraum. Die breiten Türen und die serienmäßigen Sitze, die gleichzeitig gekippt und nach vorne geschoben werden können, erleichtern beim Coupé den Einstieg.
Innen ist der Kompaktwagen zweckmäßig und übersichtlich. Die Schaltfunktionen und Bedienelemente im Cockpit sind gut und einfach bedienbar. Serienmäßig verfügt das Auto über Tagfahrlicht, Nebelscheinwerfer, CD-Radio mit MP3-Funktion und die manuelle Klimaanlage.
Die Heizung hakelt
Die Heizung ist aber offenbar nicht so richtig auf den in diesem Jahr strengen Winter ausgerichtet. Gerade nach einer frostigen Nacht im Freien wurde der Innenraum nur sehr langsam warm. Das Lüftungssystem arbeitet sehr leise.
Für die Fans von Naturgeräuschen und frischen Wind hat der Hersteller aber eine weitere Variante parat: Zur Leipziger Auto Mobil International vom 10. bis 18. April wird das neue Megane Coupé-Cabriolet vorgestellt. Es soll mit einem dunkel getönten Glasdach optische Akzente setzen und mit nach vorn gelagerter Windschutzscheibe mehr Cabrio-Gefühl vermitteln als ein Vorgänger. Anfang Juni kommt es zu den Händlern.
Typenblatt
Renault Mégane Coupé, 2.0 16 V 140 CVT; Länge/Breite/Höhe (in m): 4,299/1,804/ 1,423; Kofferraum: 1024 Liter; Motorisierung: 1997-Kubikzentimeter-Otto-Motor mit 140 PS/103 kW, Höchstgeschwindigkeit: 195 km/h, Verbrauch: 8 Liter auf 100 Kilometer, CO2-Ausstoß: 174 g/km; Preise ab 20.400 Euro.