Foto: Angelika Künzel
Ringelblume
Fundorte: Wird meist in Gärten kultiviert.
Inhaltsstoffe: Flavonoide, Karotinoide, Saponine, ätherisches Öl, Schleim, Bitterstoffe, Allantoin.
Wirkungen: Wundheilend, entzündungshemmend, schmerzlindernd, fördert die Bildung von neuem Gewebe, regt den Zellstoffwechsel der Haut an, wirkt Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe entgegen, unterstützt den Abfluss von Lymphe, verhütet Narbenwucherungen.
Anwendungen: Äußerlich: Hautentzündungen, Geschwüre, Ekzeme, Abszesse, Akne, Hämorrhoiden (Sitzbad), schlecht heilende Wunden, Wundliegen, Sportverletzungen, entzündete Brustwarzen durchs Stillen, Windeldermatitis, leichte Verbrennungen, Erfrierungen, Mundschleimhautentzündung, Parodontose, Mandelentzündung (Spülen/Gurgeln mit Tee).
Innerlich: Therapiebegleitend bei Verdauungsstörungen, Magen-Darm-Geschwüren oder -entzündungen.
Zubereitung: Äußerlich, Ringelblumenöl: Blütenblätter in ein helles Glas füllen, mit Sonnenblumen- oder Olivenöl übergießen und drei Wochen stehen lassen. Darauf achten, dass alle Blütenblätter vom Öl bedeckt sind. Danach abseihen, in dunkle Flaschen füllen und kühl aufbewahren. Das Öl kann als Heil-, Baby- oder Pflegeöl verwendet werden oder auch als Grundlage zur Salbenherstellung. Innerlich/äußerlich, Tee: Ein bis zwei Teelöffel getrocknete Blütenköpfchen mit 150ml kochendem Wasser übergießen, zehn Minuten zugedeckt ziehen lassen und anschließend abgießen.
Sammeln: Gesammelt werden die Blütenköpfchen an sonnigen Tagen; idealerweise um die Mittagszeit.
Volksglaube: Ringelblume spielte auch beim Liebeszauber eine Rolle: nach altem Glauben konnte eine Frau die Liebe eines Mannes erzwingen, indem sie die Erde, auf welcher die Fußstapfen des Mannes zu sehen waren, ausgrub, in einen Blumentopf füllte und in diesen die Ringelblume pflanzt. Seine Liebe sollte daraufhin wachsen wie die Blume.