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Salben mit dem Spatel aus dem Cremetopf holen
In der Apotheke gibt es wichtige Hinweise zum Auftragen der jeweiligen Salbe
Koblenz (ddp). Die Finger haben in einem Salbentopf nicht zu suchen. Über die Hände könnten Bakterien in die Creme gelangen und sich dort weiter vermehren, warnt Andreas Kiefer, Apotheker in Koblenz. Besonders wenn sich mehrere Menschen aus einem Töpfchen bedienten, würden sehr schnell Krankheitserreger übertragen, weiß der Apotheker.
"Heutzutage werden aber von Apotheken meist sowieso nur noch Salben angerührt und in Gefäßen verkauft, die einen Drehboden oder eine ähnliche Vorrichtung haben", ergänzt Kiefer. Der Vorteil: Man könne sich die benötigte Menge einfach "herausdrehen" und der Rest der Salbe bleibe unberührt, erklärt der Fachmann. Auch Fertigarzneimittel zum Eincremen gebe es mittlerweile nur noch in Tuben, sagt der Apotheker. Deshalb könne man sich auch hier einfach die notwendige Menge herausdrücken.
"Ganz anders verhält es sich allerdings, wenn der Patient große Mengen einer Salbe benötigt", erläutert Kiefer, "weil er beispielsweise eine chronische Hautkrankheit hat, die großflächig eingerieben werden muss." Hier seien pro Anwendung schon mal 30 bis 50 Gramm Salbe nötig: "So viel bekommt man ja gar nicht auf einmal aus einer Tube heraus." Deshalb bekomme der Betroffene eine Dose, die durchaus ein halbes Kilo Salbe enthalten könne. "Diese sollte man dann mit Hilfe eines Spatels oder mit der Rückseite eines Löffels entnehmen und dann auf der betroffenen Hautpartie verteilen", erklärt der Fachmann.
Bei in der Apotheke angerührten Präparaten sollte man sich übrigens immer streng an die Aufbrauchfrist halten, mahnt der Apotheker. Denn diese Mittel enthielten oft keine Konservierungsstoffe und seien deshalb nicht so lange haltbar. "Indem die Konservierungsstoffe weggelassen werden, mindert man das Risiko, dass die Salbe selbst zum Allergieauslöser wird", erläutert Kiefer. Und das sei wichtig da die Hautcremes ohnehin meist von Menschen mit sehr empfindlicher Haut benutzt würden.
(ddp)