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Tierbisse ernst nehmen
Sorgfältige Wundversorgung ist Pflicht
Kirchberg im Wald (dapd). In vielen Familien leben Haustiere und vor allem kleine Kinder legen beim Knuddeln oft mehr Eifer an den Tag, als es Bello oder Tinka lieb ist. Die Folge können Kratz- oder sogar Bisswunden sein. "Diese sollte man unbedingt richtig versorgen, denn gerade durch Bisswunden werden viele Mikroorganismen übertragen, die zum Teil heftige Entzündungen verursachen können", betont der Allgemeinmediziner Wolfgang Blank aus dem bayerischen Kirchberg im Wald. Er rät, die Verletzung zunächst mit möglichst warmem Wasser auszuwaschen und mit einem Desinfektionsmittel zu behandeln, etwa mit Jodtinktur.
"Insbesondere bei tieferen Wunden und bei Verletzungen von besonders empfindlichen Körperpartien, etwa in Augennähe, sollte zudem umgehend ein Arzt aufgesucht werden", sagt der Arzt. Dazu empfehle es sich, die Hautpartie mit einem sauberen Tuch oder einer sterilen Wundauflage abzudecken, damit auf dem Weg keine weiteren Verunreinigungen in die Wunde gelangen können. Ein Mediziner solle zudem auch bei kleineren Verletzungen wie oberflächlichen Kratzwunden aufgesucht werden, falls Entzündungssymptome wie Rötungen oder Schmerzen auftreten oder sich die Haut um die Wunde herum heiß anfühlt. "Der Arzt kann dann gegebenenfalls ein Antibiotikum verschreiben, wodurch die Entzündung in der Regel rasch abklingt."
Besondere Vorsicht ist bei Verletzungen durch Wildtiere sowie generell bei fremden Tieren geboten: "Bei streunenden Hunden etwa weiß man nicht, ob sie gegen Tollwut geimpft sind, eine Krankheit, die auch für Menschen tödlich enden kann", erklärt Blank. In einem solchen Fall sollte daher immer der Arzt konsultiert werden. Auch Wundstarrkrampf-Erreger können leicht übertragen werden. "Wer nicht sicher ist, ob er bereits gegen Tetanus geimpft ist, sollte in der Ambulanz vorsichtshalber gleich eine Impfung mit durchführen lassen, wenn die Wunde versorgt wird."
dapd