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"Vernunft-Job" führt oft zu Frust am Arbeitsplatz

Persönliche Wünsche und Neigungen nicht aus den Augen verlieren

Hofheim (dapd). Viele Menschen entscheiden sich aus Vernunftgründen für einen Beruf. Finanzielle Sicherheit und ein fester Arbeitsplatz stehen dabei an oberster Stelle. Doch wer dabei seine persönlichen Wünsche und Neigungen aus den Augen verliert, ist bei der Arbeit oft frustriert. "Deshalb sollte man sich und seine Träume kennenlernen, bevor man sich auf lange Sicht für einen Beruf entscheidet", rät Karriereberaterin Angelika Gulder aus Hofheim.

Wer seinem Traumjob nachgehe, sei mit seinem Leben oft zufriedener, weil er sich besser mit seinem Beruf identifizieren könne, sagt die Expertin. "Ein Ingenieur, der schon in Kindertagen mit Lego gespielt hat, wird wahrscheinlich auch im Job mit mehr Herz bei der Sache sein, als jemand, der mit dieser Arbeit in erster Linie Geld verdienen will." Eine derartige Inspiration, sagt Gulder, wirke sich häufig auch auf die Qualität der Arbeit aus.

Geht man hingegen jahrelang einem Job nach, der keinen Spaß macht, könne man krank werden und schlimmstenfalls in eine Burn-out-Situation geraten, sagt die ausgebildete Psychologin. "Deshalb lohnt es sich, die Vernunft auch mal auf den zweiten Rang zu verweisen und den eigenen Wünschen nachzuspüren." Wer sich die berufliche Verwirklichung allein nicht zutraue, könne bei der Karriereplanung auch professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

dapd

 
erschienen am 18.02.2011
 
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