Foto: ddp
Verstopfte Poren
Bei Mitesser-Problemen die Tagescreme wechseln
St. Ingbert (ddp). Menschen mit unreiner Haut leiden oftmals an unansehnlichen Mitessern im Gesicht. "Die Betroffenen sollten zunächst einmal ihre Tagescreme überdenken", rät Hautarzt Volker Schenkelberger aus St. Ingbert. Denn viele Menschen würden allein aufgrund ihrer fetthaltigen Gesichtscreme zahlreiche Mitesser provozieren, die in der Fachwelt auch als Komedone bekannt sind.
"Das Fett verstopft den Ausführungsgang der Talgdrüse, der produzierte Talg gelangt nicht mehr an die Oberfläche der Haut. Im Inneren der kleinen Drüse werden daraufhin Hornlamellen zusammengedrückt, die normalerweise für den Abtransport des Talges zuständig sind, und verhärten sich", sagt Schenkelberger. So entstehe ein Pfropf aus Hornzellen und Talg, der Mitesser. "Ich rate deshalb dazu, es zunächst einmal mit einer fettarmen Tages- oder Nachtcreme zu probieren. Oder bei sehr fetter Haut ganz auf Cremes zu verzichten."
Bleiben die lästigen Hautunreinheiten dennoch bestehen, seien die in Drogerien und Apotheken erhältlichen Gesichtswässer eine Alternative, sagt Schenkelberger. Allein das tägliche Abtupfen der Haut mit diesem alkoholhaltigen Gemisch reiche allerdings meist nicht aus: Stattdessen solle man es ausnutzen, dass ein solches Wasser die verhornte Oberfläche der Poren aufweicht, denn so ließen sich die Mitesser besser ausdrücken. Dabei sei es allerdings wichtig, das Gesicht immer nur mit gewaschenen Händen zu berühren, sonst drohten Entzündungen.
Nach Rücksprache mit einem Hautarzt können auch Medikamente bei der Behandlung der Komedon-Akne helfen: Cremes mit den Wirkstoffen Acelainsäure oder Adapalen, sollten täglich hauchdünn auf die betroffene Hautpartien aufgetragen werden, sagt Schenkelberger.
(ddp)