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Viel trinken und die Mittagshitze meiden
Im Hochsommer sollten selbst geübte Sportler ihr Pensum reduzieren
Köln (ddp). Bei Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke ist der menschliche Organismus nicht unbedingt zu Hochleistungen bereit. Worauf sollte man deshalb achten, wenn man trotzdem bei Hitze Sport treiben möchte? "Viel hängt vom eigenen Trainingszustand ab", sagt Ursula Hildebrandt, Ärztin am Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin der Sporthochschule in Köln.
Wer an Herzkreislaufproblemen oder einem geschwächten Immunsystem leidet, sollte laut Hildebrandt bei hochsommerlichen Temperaturen generell auf Sport im Freien verzichten. Untrainierten rät sie, nicht gerade im Hochsommer mit einem Training zu beginnen. Und auch geübte Sportler sollten ihr Pensum unter Umständen etwas reduzieren: Bei Hitze dürfe man seinem Körper niemals Höchstleistungen abverlangen. "Gerade bei diesen Temperaturen schwitzt der Körper mehr und verliert in der Folge viel Wasser und Elektrolyte, so dass es zu Muskelkrämpfen kommen kann", erklärt Hildebrandt. Zudem erweiterten sich die Blutgefäße, in der Folge sinke der Blutdruck. Das könne bei körperlicher Belastung zu Kreislaufproblemen führen. Darüber hinaus bestehe Hitzschlag-Gefahr.
Wer dennoch im Freien Sport treiben will, sollte im Vorfeld auf ein paar Punkte achten: "Man muss unbedingt viel Flüssigkeit zu sich nehmen. Am besten an die drei Liter", rät die Expertin der Sporthochschule Köln. Gut geeignet seien beispielsweise Apfelschorlen und andere isotonische Getränke, die aber in keinem Fall Alkohol enthalten dürften. Auf diese Weise nehme der Körper Elektrolyte zu sich, die er durch das Schwitzen zuvor verloren habe. Wer zum Beispiel beim Joggen länger als eine Dreiviertelstunde unterwegs sei, solle unbedingt ein Getränk mitnehmen, um einem Wasserverlust vorzubeugen.
"Sportliche Aktivitäten verlegt man nach Möglichkeit in die frühen Morgen- oder in die späten Abendstunden", ergänzt Hildebrandt. "Die Mittagszeit sollte man hingegen meiden." Hat man für den Abend eine Sporteinheit fest eingeplant, fängt man am besten schon in den Morgenstunden mit der regelmäßigen Flüssigkeitszufuhr an. Wichtig sind außerdem Kopfbedeckung, Sonnenbrille und Sonnencreme. Wenn möglich, sucht man sich für sein Sportprogramm einen Platz im Schatten.
Wechselduschen oder kühle Wickel für den Nacken oder die Waden bringen den Kreislauf nach Angaben der Kölner Ärztin schon vor dem Sport in Schwung. So bewahre man auch bei Hitze einen kühlen Kopf.
ddp