Brummschädel nach einer durchzechten Silvesternacht? Manch eine(r) wird den Neujahrstag so verbringen. Das muss nicht sein. 
Brummschädel nach einer durchzechten Silvesternacht? Manch eine(r) wird den Neujahrstag so verbringen. Das muss nicht sein.

Foto: Piotr Marcinski/Fotolia

Was gegen den Kater nach Silvester hilft

Wer beim Reinfeiern ins neue Jahr zu tief ins Glas geschaut hat, bereut es am nächsten Morgen

Chemnitz. Brummschädel, rebellischer Magen und ein bleierner Körper - das sind die typischen Symptome nach zu großem Alkoholgenuss. "Es muss aber nicht so kommen", sagt Diplom-Ökotrophologin Isabelle Keller von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Die Fachfrau kennt Tipps, um dem Kater zu entgehen.

So sei ein fett- und kalorienreiches Essen wie Lasagne, Thunfisch in Öl, Nudelsalat oder eine Eierspeise vor der großen Sause eine gute Grundlage, denn es halte den Magen beschäftigt und sorge dafür, dass der Alkohol vom Körper langsamer aufgenommen wird. Gerade warme, zuckerhaltige Wintergetränke wie Grog oder Glühwein gehen ansonsten schnell ins Blut über, ebenso kohlensäurehaltige Getränke wie Sekt oder Alkopops, denn das Gas bewirkt eine stärkere Durchblutung der Magenschleimhaut. "Essen Sie deshalb auch zwischendurch etwas Fettreiches wie Nüsse, Käsehappen oder Oliven", rät die Ernährungswissenschaftlerin. Denn das verlangsame die Alkoholaufnahme und liefere wichtige Mineralstoffe.

Während des Feierns gilt: Möglichst wenig alkoholhaltige Getränke durcheinandertrinken, sondern bei einer Sorte bleiben - zumindest für zwei, drei Stunden. Also zum Beispiel 18 Uhr ein Bier, 22 Uhr ein Glas Rotwein und 24 Uhr ein Glas Sekt, das kann man mal machen, sagt Keller. Werden die drei Getränke innerhalb einer Stunde getrunken, ist ein Kater wahrscheinlicher. "Auf jedes Glas Alkohol sollte zudem mindestens ein Glas Wasser, Saft oder Saftschorle folgen. Das reduziert den Appetit auf Alkohol, vor allem aber gleicht es den Flüssigkeitsverlust des Körpers aus", so die Ernährungswissenschaftlerin. Denn die Abbauprodukte des Alkohols entziehen ihm Wasser. "Das beeinflusst die Blutgefäße im Gehirn, kann die Hirnhaut reizen und am Tag danach zu Kopfschmerzen führen", erklärt Keller.

Vor dem Zubettgehen und am nächsten Morgen lautet die Devise: Möglichst viel alkoholfreie Getränke trinken. Schlafen sollte man möglichst in einem kühlen Raum mit viel Sauerstoff. Ein Spaziergang an der frischen Luft am nächsten Morgen helfe, den Körper wieder flott zu machen. Neben frischer Luft seien am Morgen danach reichlich Mineralwasser oder Fruchtsaftschorlen empfehlenswert, die den Flüssigkeitsverlust ausgleichen. Auch dem Appetit auf sauer eingelegte Lebensmittel wie Rollmöpse, Bratheringe oder saure Gurken sollte man nachgeben. "Das darin enthaltene Salz trägt dazu bei, den Mineralhaushalt wieder in Ordnung zu bringen. Sie können statt dessen aber auch zu einem herzhaft belegten Vollkornbrot oder einem deftigen Gemüseeintopf greifen", rät Keller. (dapd)

 
erschienen am 30.12.2011
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