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Wechselwirkungen bei Arzneimitteln beachten

Nicht zu viele Medikamente gleichzeitig einnehmen

Hamburg (ddp). Ältere Menschen nehmen häufig mehrere Medikamente gleichzeitig ein. Doch die vielen Mittel könnten sich gegenseitig in ihrer Wirkung beeinflussen - abschwächen oder verstärken, warnt Wolfgang Wesiack, Präsident des Berufsverbandes Deutscher Internisten. "Vieles ist hinsichtlich möglicher Wechselwirkungen noch nicht hinreichend untersucht." Die Medikamenten-Einnahme sollte deshalb auf das Nötigste reduziert werden: Betroffene müssten mit ihrem Hausarzt besprechen, welche der vielen Medikamente unbedingt nötig seien - und auf welche man verzichten könne.

"Ein guter Arzt kann abwägen. Medikamenten-Interaktionslisten zeigen ihm, bei welchen Stoffen es zu Wechselwirkungen kommen kann", sagt Wesiack. Arzt und Patient sollten sich dann auf die Behandlung der wesentlichen Beschwerden konzentrieren: "Welche Leiden stehen im Vordergrund - und müssen in jedem Fall therapiert werden? Und was ist weniger wichtig?", betont der Experte. Das sei selbstverständlich bei jedem Patienten anders.

Und selbst wenn man die Medikamentenzahl aufs Wesentliche beschränke, hätten einige Senioren noch Schwierigkeiten, den Überblick zu bewahren. Hier seien Medikamentenpläne wichtig, die dem Betroffenen genau zeigten, wann er welche Pille zu schlucken habe, empfliehlt Wesiack. Solche Pläne sollten gemeinsam mit dem Arzt erstellt und besprochen werden. Gefragt seien auch die Angehörigen, die den Patienten daran erinnern, dass er seine Tabletten einnehmen muss.

ddp

 
erschienen am 28.07.2010
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