Foto: Andreas Seidel
Der Paradiesvogel
Sven Krenkel-Laske ist Cheerleader aus Leidenschaft
Andere junge Männer spielen Handball oder Basketball. "Fußball war nie mein Ding", sagt Sven Krenkel-Laske, 33, Cheerleader - und damit in Deutschland ein Paradiesvogel. "In Amerika ist das nicht ungewöhnlich", sagt er, "viele Präsidenten waren sogar Cheerleader, selbst George W. Bush." Große Fußstapfen also, in die Krenkel-Laske tritt, der sich in dieser Rolle aber gefällt. In der Rolle des Hahns im Korb. "Ein angenehmes Gefühl", meint er.
Seit zwei Jahren trainiert er bei den Clovers, die die Basketballer der Niners bei ihren Heimspielen anfeuern. Aus Spaß wurde Ernst, als während eines privaten Ausflugs der Clovers-Mädels deren Männer "einfach mal ein paar Hebefiguren testeten". Krenkel-Laske blieb dabei. Die Mädels vertrauen ihm während der Stunts und der Hebefiguren. "Bisher hat er mich nie fallen lassen", sagt Victoria Lukjanow und lacht.
Er bringe die entsprechende Power mit, erklärt Monique Steger. "Und er ist immer konzentriert, so dass wir neuerdings schneller an unser Ziel kommen", glaubt Franziska Kempe.
Nächstes Ziel für Cheerleader Sven Krenkel-Laske ist die Regionalmeisterschaft, die am 20. März in der Stadthalle ausgetragen wird. Teams aus ganz Ostdeutschland treten an. Auch die Clovers.
Der bisher größte Erfolg Krenkel-Laskes: Platz 2 beim Christmas-Cup 2009 im sächsischen Vergleich. Der junge Mann hat Feuer gefangen, will jetzt nachlegen.
Sagt's und erklärt, dass Cheerleading ein echter Hochleistungssport ist. "Das Team muss harmonieren, das Timing passen. Man muss Pyramiden bauen können, turnen und tanzen."
Mit Videoaufnahmen seiner Auftritte rückte er den Vorurteilen männlicher Freunde zu Leibe. "Anfangs haben meine Kumpels den Sport nur mit Puscheln und kurzen Röcken verbunden. Inzwischen habe ich sie aufgeklärt", sagt Krenkel-Laske und fügt hinzu: "Ich kann das Cheerleading allen Herren nur ans Herz legen. Traut euch! Es ist ein toller Sport, für den auch wir uns durchaus begeistern können." (ala)