Traditionell: Michael Friedrich und seine Keramik- und Holzfiguren.Foto: Truxa
Garantiert kein chinesischer Tinnef! Versprochen!
So schmücken die Chemnitzer Ostern ihre Wohnung
Osterzeit ist Dekozeit. Wo im Dezember leuchtende Kugeln am Christbaum hingen, schmücken jetzt viele bunte Eier die Forsythien- und die Kirschbaumzweige. Hier verraten einige Chemnitzer, auf welchen Osterschmuck sie in diesem Jahr setzen.
Carsten Schmidt-Kippig schwört auf Cloisonné-Eier, die nach einer Emaillekunst angefertigt werden. Ein Dutzend dieser Arbeiten besitzt er. "Man kann sie auch als Überraschungsei verwenden, ein kleines Geschenk darin verstecken", sagt der Juniorchef vom Juwelier Roller und betont: "Das ist kein chinesischer Tinnef, sondern eine alte chinesische Tradition."
Susanne Posners sorbische Ostereier sind nicht weniger kunst- und wertvoll. Mit verschiedenen Techniken würden Symbole auf die zerbrechlichen Eier aufgebracht, sagt sie. Anfangs hätten die Prachtstücke nur bei ihr daheim gehangen. Inzwischen fährt Posner jedes Jahr zum Ostereiermarkt nach Bautzen, "wo ich für die Kunden meines Senfladens einkaufe".
Hasen aus Keramik, Schäfchen aus Holz, ein Küken im Nest, Gastronom Michael Friedrich liebt es traditionell. An der Korkenzieherweide werden Ostern bunte Eier hängen, ausgeblasen und angemalt von den beiden Töchtern, erzählt der Chef vom Karl's Brauhaus. Auch eine Kerze zündet er an, schön drapiert auf einem Kerzenständer mit Kranz. (ala)