Joggen Sportwissenschaftler Axel Engelhardt trainiert mit Unternehmer Detlef Wuttke. Sie starten regelmäßig im Küchwald und laufen von dort aus in den Crimmitschauer Wald.

Foto: Andreas Seidel

Im Laufschritt zum Wohlfühlen

Der "chemnitzer" macht Lust auf Sport - Diesmal gibt es Tipps für alle die gern joggen gehen wollen

Frische Luft atmen, den Körper auf Trab halten, den Kopf frei bekommen: Kaum eine Sportart ist so effektiv und nebenbei noch kostengünstig wie das Laufen. Das findet auch der Chemnitzer Unternehmer Detlef Wuttke. Der öffentlich bestellte Vermessungsingenieur gibt seit mehr als vier Jahren Fersengeld. Er sagt: "Die Bewegung hat mich nicht nur fitter, sondern auch entspannter und glücklicher gemacht." Zweimal pro Woche schnürt er die Sportschuhe und läuft im Crimmitschauer Wald über Stock, Stein und sanften Waldboden. "Diesen Genuss gönne ich mir. Denn wenn es mir gut geht, profitieren davon meine Angehörigen und meine Mitarbeiter." Wuttke ist 51 Jahre alt. Bei einem Arztbesuch gratulierte ihm der Doktor zu klasse Körperwerten. "Kein Wunder", sagt Axel Engelhardt, Sportwissenschaftler und Personal Trainer, der regelmäßig mit Wuttke trainiert. "Laufen kräftigt Muskeln und Knochen und ist besonders gut für das Herz-Kreislauf-System."

Trotzdem, wer losrennen will, sollte vorbereitet sein. Die richtigen Schuhe, die ideale Strecke, die perfekte Geschwindigkeit - all diese Dinge müssen passen. Engelhardt weiß: "Wer zwischen 30 und 40 Jahren alt ist und erstmals joggen will, sollte sich vorher von einem Arzt sportmedizinisch durchchecken lassen." Und er empfiehlt Menschen, die mit Hilfe des Laufens abnehmen wollen, langsam anzufangen. "Beim Laufen befindet sich der Körper teilweise komplett in einer kleinen Flugphase. Das kann bei Menschen mit erhöhtem Gewicht zu Problemen in der Stauchungsphase führen." Sprich dann, wenn der Läufer mit all seinen Kilos auf einem Fuß landet. Der Experte empfiehlt deshalb Anfängern, mit einem Walking-Training zu beginnen. Laufen statt schnaufen, lautet eine Faustregel. Wer joggt, sollte nebenbei in der Lage sein, locker zu plaudern. Axel Engelhardt formuliert es professioneller: "Ich empfehle eine Uhr, mit der man den Puls messen kann. Man kann den Orientierungswert ausrechnen, indem man das Lebensalter von 180 Pulsschlägen subtrahiert. Der entstandene Wert sollte nicht überschritten werden."

Doch wie viel Training ist überhaupt sinnvoll? Und machen Hitze und hohe Ozonwerte den Läufern nicht zu schaffen? Axel Engelhardt meint: "An besonders heißen Tagen empfiehlt es sich natürlich, die Mittagssonne zu meiden. Frühmorgens und abends sind die Temperaturen und Luftwerte aber kein Problem." Als gesundes Zeitmaß sieht er eine Trainingseinheit von einer dreiviertel Stunde. "Allerdings sollte immer noch Luft sein, um 15 Minuten auszutrudeln." Anfängern empfehle er, nicht mehr als zwei bis dreimal pro Woche zu trainieren.

 

Mehr dazu erfahren Sie im Innenteil des "chemnitzer" auch online.

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erschienen am 12.07.2012
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
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