150 Forscher der TU Chemnitz fordern Kohleausstieg vor 2030

Schon gehört?
Sie können sich Ihre Nachrichten jetzt auch vorlesen lassen. Klicken Sie dazu einfach auf das Play-Symbol in einem beliebigen Artikel oder fügen Sie den Beitrag über das Plus-Symbol Ihrer persönlichen Wiedergabeliste hinzu und hören Sie ihn später an.
Artikel anhören:

Weltweit gehen Menschen am Freitag für mehr Klimaschutz auf die Straße, die Bundesregierung legt dazu einen Plan vor. Auch aus Sachsen kommt Druck.

Mit wenigen Klicks weiterlesen

Premium


  • 1 Monat kostenlos
  • Testmonat endet automatisch
  • E-Paper schon am Vorabend
  • Unbegrenzt Artikel lesen und hören
    (inkl. FP+)
Sie sind bereits registriert? 

Neu auf freiepresse.de
2121 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 5
    2
    gelöschter Nutzer
    22.09.2019

    Schön, das die Merkel und die AKK mit 23 Minuten Abstand mit je einem Flugzeug zum selben Ziel fliegen. Da wird schon klar, warum wir alle blechen und verzichten sollen. Wie war das nochmal mit Wasser und Wein? Ganz unten werden die Taschen ausgekippt, während man sich ganz oben einen Dreck um alles schert.

  • 2
    7
    gelöschter Nutzer
    22.09.2019

    Von Twitter (@hubertsrevier):

    Noch nie waren wir so wohlhabend.
    Noch nie waren wir so unzufrieden.

    Noch nie stand uns so viel Wissen zur Verfügung.
    Noch nie waren wir so dumm.

    Deutschland 2019.

    So traurig.

  • 2
    2
    gelöschter Nutzer
    22.09.2019

    @Nixnuzz, bis jetzt wird ja auch bloß fleißig an der Kostenschraube gedreht und Verzicht gefordert. Insofern alles beim Alten.

  • 0
    0
    Nixnuzz
    22.09.2019

    "..Das kann man wohl erwarten..." Hat wohl Hr.Winterkorn von seinen Mitarbeitern - im nachhinein kostenpflichtig - auch gedacht....

  • 1
    4
    gelöschter Nutzer
    21.09.2019

    Blackadder, das können Sie sehen, wie Sie wollen, ich steh zu meiner Aussage.
    Nur eine Bilanzierung des Ist Zustandes und Schwarzmalerei wird nicht reichen. Und ja, wenn die soviel verdienen, weil die viel wissen und verstehen, muss auch was bei rauskommen. Das kann man wohl erwarten.

  • 4
    0
    Nixnuzz
    21.09.2019

    Vielleicht sollte man ein bisschen gelassener mit den physikalischen Anforderungen an die Energiespeicherung herangehen. Gut Ding will Weile haben. Als Nikolaus Otto um 1880 in Köln an seinem Motor baute, war der Kurbel-Pleuel-Antrieb noch bei James Watt und seiner Dampfmaschine fest patentiert. Welche Leistungssteigerungen hat der 4-Taktmotor durch wieviele "Dranarbeitern" mit welchen Feinheiten heutzutage erst erhalten? Man muss einem Produkt seine Möglichkeiten wohl schubweise durch Entwicklungsstadien auch in der Menge erst ermöglichen. In Großbritanien durften ganz am Anfang der dampfgetriebenen Fahrzeuge nur mit einem vorherlaufenden Fahnenschwinger diese auf der Strasse bewegt werden. Ok - dies Motorensystem ist am Scheidepunkt angelangt - das nachfolgende muss sich erst noch weiter entwickeln können - und das geht auch nur durch Vermarktung eines jeweiligen Entwicklungsstandes. Es gilt halt weiterhin: Lernen durch tun. Und wie sich Hochschulabsolventen in einem Meisterbetrieb "auswirken" mag hier mancher selbst erfahren haben - der den Murks dann ausbeulen durfte...und jenem die kostenpflichtige Lernphase auch zubilligte.

  • 2
    5
    gelöschter Nutzer
    21.09.2019

    @Einspruch: Die Hybris und Arroganz ihres Beitrages Leuten gegenüber, die ohne Zweifel mehr vom Thema verstehen als Sie, ist unfassbar.

  • 2
    4
    gelöschter Nutzer
    20.09.2019

    Von soviel offenbar überbezahlten Forschern erwartet man Antworten auf Probleme, nicht immer nur Verzichtsforderungen. Leben wie in der Steinzeit ist alles , was denen einfällt. Die erzählen nichts neues. Wann liefern die so hochstudierten mal was ab, was die blöde Allgemeinheit nutzen kann, ohne zu verarmen?

  • 4
    1
    pcomment
    20.09.2019

    @franzudo2013: "Wenn sogar die Windmueller die Anlagen nach Ablauf der Förderung abbauen, weil Unterhaltung teurer als der Ertrag ist, dann sollte eigentlich klar sein, dass Windenergie kein Ersatz für eine stabile Stromversorgung ist."

    Sie vermischen hier zwei Dinge, die nicht zwingend etwas miteinander zu tun haben, nämlich Versorgungssicherheit und die Wirtschaftlichkeit.

    Beim Thema Versorgungsicherheit ist es gegenwärtig tatsächlich so, dass mit Ökoenergie keine permanente Versorgung gewährleistet ist. Das liegt an den momentan noch nicht ausreichend und entsprechend technisch ausgereiften Speicherlösungen. Aber das ist momentan wohl auch das größte Forschungsfeld in dem Gebiet und wird -man höre- sogar Arbeitsplätze schaffen.

    Beim Thema Wirtschaftlichkeit ist es so, dass die aktuelle Förderpolitik mit festen Fördersätzen zunächst einen Boom im Bau solcher Anlagen erzeugt hat. Es war schlicht egal, was Strom am Markt gekostet hat. Der Erzeuger hat seinen Ökostrom zum Festpreis abgeben können.
    Dieser Boom hat aber zu einem Überangebot an Strom an den Strombörsen geführt, welches (Achtung: Marktwirtschaft!) den Preis hat in den Keller gehen lassen. Negative Begleiterscheinung für den Verbraucher: Die EEG-Umlage ist gestiegen, weil damit die Differenz zwischen Marktpreis und Festpreis ausgeglichen wurde. Läuft die Förderung für eine Anlage nach 20 Jahren aus, rentiert sich das nicht mehr, weil der Strompreis so im Keller ist.
    Hier ist aber die Politik gefragt, die Förderung anders zu organisieren. Eine Sache, die ich persönlich schon sehr lange mehr als kritisch sehe.

    Grundsätzlich muss sich jede Energieform am Markt behaupten können. Aber da müssen eben auch alle Kosten eingerechnet werden. So gesehen ist z.B. die Atomkraft eigentlich nie rentabel gewesen. Radioaktiven Abfall über hunderttausende von Jahren sicher verwahren zu müssen, kann kostenmäßig niemand abschätzen. Aber bleibt wohl zu erwarten, dass eine reale Kalkulation den Preis eine kWh Atomstrom so hoch treiben würde, dass kein KKW jemals ans Netz gegangen wäre. Übrings wurde diese Energie auch Subventionier, das hat der Verbraucher nur nicht am Strompreis gemerkt wie jetzt bei der EEG-Umlage. Beim Atom wurde einfach in die Steuerschatztruhe gegriffen.
    Analog sieht es bei der Kohle aus. Die Kosten durch Abbau, Renaturierung und auch Schadstoffausstoß inkl. CO2 sollten dann schon eingepreist werden und zwar vollständig.
    So gesehen muss man mal in Gänze betrachten, welche Energieform sich wirklich rentiert. Denn auch Ökostrom ist ja nicht zum Nulltarif zu haben.
    Mit der Art der Förderung ist ein guter Einstieg in den Ökostrom gelungen. Aber sie hätte schon lange auf ein anderes System umgestellt werden müssen, welches mehr nach marktwirtschaftlichen Maßstäben agiert. Und perspektivisch werden sich alle Energieformen und unter Berücksichtigung aller mit ihrer Nutzung entstehenden Kosten am Markt positionieren müssen.
    Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Ökostrom dann allerdings gar nicht mehr so schlecht abschneidet. Und ja, es wird sicher noch eine ganze Weile auch Strom aus anderen Quellen geben müssen, um die Lücken beim Ökostrom zu schließen. Aber man muss mal anfangen.

    Ich vergleiche das ein bisschen mit dem Auto. Benz und Daimler wurden seinerzeit auch für Spinner gehalten, das Auto als nette Spielerei, die sich niemals durchsetzt betrachtet. Das Ergebnis kennen wir.

  • 7
    11
    gelöschter Nutzer
    20.09.2019

    Wenn ich mir die Daumenverteilung so ansehe, kann ich nur sagen: Willkommen im postfaktischen Zeitalter.

  • 16
    8
    ralf66
    20.09.2019

    Die Wissenschaft im Dienste der Ideologie, weiter braucht man dazu nichts zu sagen.

  • 7
    7
    gelöschter Nutzer
    20.09.2019

    Blackadder, leider wieder nichts konkretes von Ihnen.
    Was soll es denn werden? Nur noch Strom, wenn Wind weht oder generell nur noch 2 Stunden am Tag?
    Jeder normale Mensch macht sich einen Plan. Abschalten, ohne zu wissen, was danach kommt, ist kein Plan.
    Selbst bei einer Demo sollte man wissen, für was man demonstriert und an wen man die Forderungen adressiert.
    Im Moment bedeutet die Forderung 'Kohleausstieg jetzt' genaugenommen 'Erdgas statt Kohle'. Was hat das dann mit CO2 und Klima zu tun?

  • 13
    8
    Deluxe
    20.09.2019

    Noch ein Versuch:
    Die Damen und Herren Wissenschaftler sollten sich darüber im Klaren sein, daß wissenschaftlicher Nachwuchs kaum entstehen wird, wenn man jeden Freitag die Schule schwänzt und an den anderen vier Schultagen pro Woche jede Menge Unterricht wegen Lehrermangels ausfällt. Langfristig wird es uns also kaum weiterbringen, staatlich legitimiert und von der Wissenschaft unterstützt dafür zu sorgen, daß Kinder noch weniger Schulunterricht haben als üblich ist.

  • 7
    17
    gelöschter Nutzer
    20.09.2019

    Oh, ich bin mir sicher, Lesemuffel und franzudo wissen das alles so viel besser, als Menschen, die sowas jahrelang studiert haben! Jede Menge Meinung hier, die wohl heutzutage mehr zählt als Wissenschaft und Studium. Armes Deutschland.

  • 14
    5
    Malleo
    20.09.2019

    "Heuchler und Sektierer missbrauchen die Klimadebatte. Kaum einer will wirklich die Welt retten- sondern nur seine Agenda und seinen Vorgarten"
    Chefredakteur der "Wirtschaftswoche"

  • 17
    8
    gelöschter Nutzer
    20.09.2019

    Wenn sogar die Windmueller die Anlagen nach Ablauf der Förderung abbauen, weil Unterhaltung teurer als der Ertrag ist, dann sollte eigentlich klar sein, dass Windenergie kein Ersatz für eine stabile Stromversorgung ist.
    Wo ist der Vorschlag der Wissenschaftler für eine sichere Energieversorgung?

  • 16
    9
    Progress
    20.09.2019

    Hoppla, 150 Wissenschaftler(!) der TU haben sich von einer 16jährigen inspirieren lassen. Nun wird "" wissenschaftlich " jongliert, ob der Meeresspiegel doch weniger ansteigt, wenn wir 2030 statt 2038 aus der BK aussteigen. Die BK würde weltweit noch 200 Jahre reichen, diese Sicherheit preiszugeben können nur verwirrte Geister zustande bringen. Es sei denn, diese 150 können schon 2030 Speicher bauen, die uns bei Windstille und nachts von Stromeinspeisungen aus unseren Nachbarländern (WÄRME-KW, Kern-KW) unabhängig machen. Wissenschaft sollte Wissen schaffen und nicht im Zeitgeist mitschwimmen. Aber vielleicht bekommt die TU aufgrund dieser "Initiative" zusätzliche Mittel aus den heute beschlossenen Klimapaket des Klimakabinetts?

  • 9
    4
    Nixnuzz
    20.09.2019

    Tja - das waren noch Zeiten, als im Vereinigten Königreich dorthin als schlechte Kopie produzierte Ware mit dem Vermerk: " Made in Germany" versehen werden musste. Wie groß war eigentlich damals das Handelsvolumen, das aus sächsischer Produktion die Landesgrenze Richtung GB überschritt? Wir sollten wieder dafür sorgen, das nix die jetzige Landesgrenze verlässt bzw. von aussen hier reinkommt. Wir können alles selber...

  • 15
    12
    gelöschter Nutzer
    20.09.2019

    Sachsen braucht auch kein weiteres Windrad, es sei denn es sind private kleine Mikro- Windräder oder Windräder auf Firmengrundstücken für den Eigenstromverbrauch.
    Windstrom und Solarstrom können kein Stromnetz aufrecht erhalten.
    Übrigens sind die Nationalstaaten die Grundlagen für unsere Rechtssicherheit und Wohlstand. Es gibt außerdem gar keinen anderen Weg, als sein eigenes Ding zu machen und sich um sich selbst zu kümmern. Außer man will einen Betreuer und eine Partei, die immer Recht hat.
    Distelblüte, woher nehmen Sie diesen Unsinn mit Windkraft am Antlantik und Solar in Südeuropa ? Was hat das mit uns zu tun ? Strom von da hierher zu transportieren ist viel zu verlustreich, zu teuer und die Trassen wird es nie geben.

  • 14
    7
    gelöschter Nutzer
    20.09.2019

    "Stattdessen werde der Ausbau erneuerbarer Energien von der Politik ausgebremst. So sei in Sachsen 2019 kein einziges neues Windrad ans Netz gegangen."
    Das liegt nicht nur an politischen Entscheidungsträgern, vor allem blockieren zahlreiche Bürgerinitiativen, emotional aufgeheizt, den Weiterbau erneuerbarer Energien.

    "Lutz sprach sich dafür aus, bei der Energieversorgung gesamteuropäisch zu denken, etwa durch Windkraftstandorte am Atlantik und Fotovoltaik in Südeuropa."
    Das halte ich zwar auch für den richtigen Weg, doch Europa ist grade wieder auf dem Weg zurück in die Nationalstaatära, wo jeder nur seins macht und man sich zuerst um sich selbst kümmert.
    Da sieht es mit der Umsetzung paneuropäischer Klimapläne schlecht aus.

  • 12
    11
    994374
    20.09.2019

    Die TU ist einer der größten Arbeitgeber in Chemnitz.
    Wieviele Mitarbeiter haben nicht unterschrieben?
    Was macht es für einen Unterschied: 2038 gegen 2030 ?
    Ist das die neue Gegenplanbewegung analog DDR?

    „Zu den Initiatoren des offenen Briefs gehört Professor Josef Lutz von der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik. In seinem Fachgebiet Leistungselektronik forscht er etwa an der Regulierung von Energiespeichern und -quellen.“

    Prof. Lutz ist kein Experte, der besser als andere einschätzen kann, bis wann der Kohleausstieg erfolgt sein muss.
    Ich wünsche ihm aber Erfolge in seinem Fachgebiet, zum besseren Ausbau „erneuerbarer Energie“.
    Dazu kann der aktuelle Hype um die „Klimarettung“ durchaus mit beitragen.