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Thomas Dölling kann nicht verstehen, warum auf der Andréstraße nur noch schräg geparkt werden darf. Die Stadtverwaltung hat hier vergangene Woche Parkflächen aufzeichnen lassen - aus einem Grund, der für Anwohner nicht nachvollziehbar ist.

Foto: Jeannine Pohland

Anwohner-Ärger am Kaßberg: Stadt markiert Parkplätze weg

Auf der Andréstraße gibt es jetzt eine neue Stellflächen-Ordnung, damit Autos nicht mehr auf den Fußweg ragen. Dabei kommt es auf einen bestimmten Winkel an.

Von Jeannine Pohland
erschienen am 13.04.2018

Kaßberg. Die Parkplatzsituation rund um die Weststraße sei ohnehin schon katastrophal, sagt Anwohner Thomas Dölling. Dass den Kaßberg-Bewohnern nun noch mehr Stellflächen genommen wurden, nennt er "kompletten Schwachsinn".

An einem Fahrbahnrand der Andréstraße zwischen Weststraße und Walter-Oertel-Straße darf nach wie vor parallel zur Straße geparkt werden. Auf der anderen Straßenseite hingegen sind vergangene Woche Markierungen aufgemalt worden. Bislang standen Fahrzeuge dort entweder leicht schräg oder im 90-Grad-Winkel zur Fahrbahn. Nun dürfen Fahrer ihre Autos nur noch in einem bestimmten Winkel schräg zur Straße abstellen. "Der Sinn dahinter ist jedoch äußerst fragwürdig", sagt der 51-jährige Dölling. Denn wegen der neuen Parkordnung haben künftig weniger Autos am Straßenrand Platz. "Beim Schräg-Parken nehmen Fahrzeuge doch viel mehr Platz ein, als wenn sie senkrecht zur Straße stehen."

Doch warum wurden die Markierungen überhaupt angebracht? Die Stadtverwaltung begründet das so: Bei dem bislang ungeordneten Parken hätten Fahrzeuge so weit in den Gehweg hineingeragt, dass dieser nur noch einen bis eineinhalb Meter breit gewesen sei. Durch die Markierungen soll hingegen eine Gehwegbreite von zwei Meter sichergestellt werden. Einzelne Abschnitte der Straße, an denen bis vergangene Woche noch geparkt wurde, seien nun zudem mit gezackten Parkverbotsmarkierungen gekennzeichnet. Damit soll der Zugang zu Hauseingängen freigehalten werden.

Thomas Dölling spricht nicht nur von "verschwendeter Fläche". Aus seiner Sicht ragen die Fahrzeuge mit der neuen Parkordnung genauso weit auf den Gehweg wie vorher. Einen Platzgewinn für Fußgänger erkenne er nicht. Für seinen eigenen Pkw hat er übrigens einen Tiefgaragenstellplatz. Der 51-Jährige müsse dennoch regelmäßig an der Straße parken, um seine gehbehinderte Mutter abzuholen, die einige Häuser weiter wohnt, wie er sagt. "Ich musste schon immer häufig in zweiter Reihe halten. Das wird jetzt sicher nicht einfacher." Und er ergänzt: "Meine Mutter ist mit dem Rollator unterwegs. Auf dem Fußweg hatte sie damit auch vor der neuen Parkordnung genügend Platz."

Beim angeordneten Schräg-Parken sei eine Markierung obligatorisch, um den genauen Winkel sicherzustellen, heißt es aus dem Rathaus. Wo im 90-Grad-Winkel geparkt werden darf, genügen Beschilderungen. So auch auf anderen Abschnitten der Andréstraße, auf denen Fahrer weiterhin senkrecht parken dürfen. Es sei aber nicht beabsichtigt, auch auf anderen Kaßberg-Straßen ähnliche neue Parkflächenmarkierungen vorzunehmen.

 
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