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Die Brücke über den Brauselochbach an der Chemnitzer/Göppersdorfer Straße in Burgstädt ist seit dieser Woche nur halbseitig befahrbar. Zeitweise staut sich der Verkehr. Die Sperrung wurde kurzfristig eingerichtet.

Foto: Andreas Seidel

Autofahrer werden von Sperrung überrascht

Weil eine Brücke in Burgstädt einsturzgefährdet ist, soll sie abgerissen und neu gebaut werden. Seit dieser Woche ist der Verkehr eingeschränkt. Aber es geht noch nichts los.

Von Bettina Junge
erschienen am 14.09.2017

Burgstädt. Nicht nur Theresia Völker aus Burgstädt hat sich gewundert: Seit einigen Tagen steht an der Chemnitzer/Ecke Göppersdorfer Straße in Burgstädt eine Ampel. Der Verkehr staut sich. "Doch weit und breit keine Arbeiter", sagt die FDP-Stadträtin.

Bekannt ist, dass das Landesamt für Straßenbau und Verkehr für 600.000 Euro die marode Brücke über den Brauselochbach an dieser Stelle abreißen und erneuern will. Das kündigte die Behörde im März an. Doch dabei blieb es. Bauarbeiten sind seitdem nicht zu beobachten, sagen Anwohner. Auch Bürgermeister Lars Naumann sei kurzfristig davon informiert worden, sagte er zur Ausschusssitzung am Dienstagabend. Wenige Tage, bevor die Ampel aufgestellt wurde, habe er vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr sowie vom Landratsamt Mittelsachsen erfahren, dass Leitungen unter der Brücke verlegt werden müssen. Der Abriss und der Neuaufbau der Brücke sei für nächstes Jahr geplant. Die dringend notwendigen Arbeiten sollen unter halbseitiger Sperrung bis 17. November dauern, fügte er hinzu. Gleichzeitig habe er die Zusicherung von den Verantwortlichen erhalten, dass während des Landeserntedankfestes vom 29. September bis 1. Oktober die Arbeiten unterbrochen werden und der Verkehr ohne Einschränkungen die Baustelle passieren könne.

Dabei ist der Abriss des Bauwerkes über den Brauselochbach umstritten. Anwohner und Bauexperten sagen unisono: "Schäden an der Brücke sind uns nicht bekannt." Aber nach einem anderthalbjährigen Planungsverfahren war seitens der Landesbehörde festgelegt worden, dass die Überführung abgerissen und neu gebaut wird. An der 1981 als Stahlbetonplattenbauwerk errichteten Brücke seien Risse festgestellt worden, sagt ein Sprecher der Landesdirektion Sachsen. Als Uferbefestigung schließen sich oberstrom beidseitig Stützwände an. Unterstromseitig sind beidseits parallel zum Bach führende Flügel aus Stahlbeton angeordnet, wo auch die Gas- und Stromleitungen entlang führen. Am Bauwerk seien bei Kontrollen mehrfach nasse Risse festgestellt worden. Eine Sanierung sei aufgrund des großen Aufwandes wirtschaftlich nicht sinnvoll, so der Sprecher der Behörde. Bei einer Prüfung erhielt das Bauwerk die Note 3,0. Ab diesem Wert ist die Standsicherheit des Bauwerks oder die Verkehrssicherheit beeinträchtigt. Eine Schadensausbreitung oder Folgeschäden könnten dazu führen, dass die Brücke einstürzt. Eine umgehende Instandsetzung sei erforderlich, heißt es.

Und warum wurden die Burgstädter nicht rechtzeitig über die Bauarbeiten informiert? Dazu antworteten gestern weder das für die Sperrung verantwortliche Landratsamt, noch der Bauauftraggeber, das Landesamt für Straßenbau und Verkehr. Dabei hatte eine Sprecherin der Landesbehörde noch im Juni 2016 versichert: "Rechtzeitig zu Baubeginn werden Details genannt."

 
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