Bau von Wasserspiel startet - So geht es im Zentrum weiter

Die Fontänen am Jakobikirchplatz sollen die Innenstadt aufwerten - wie auch die geplante Kneipenmeile. Für dieses Projekt gibt es allerdings noch Redebedarf.

Zehn Fontänen, die im Wechsel Wasser in verschiedene Höhen spritzen und bei Dunkelheit angestrahlt werden - so soll das neue Wasserspiel am Jakobikirchplatz aussehen. Gestern haben Bauarbeiter begonnen, ein Loch auszuheben: Pumpen und Steuerungsanlagen werden unterirdisch installiert. Dafür müssen Leitungen verlegt und Betonfundamente aus DDR-Zeit beseitigt werden. Ende April soll die Anlage in Betrieb gehen, teilt die Stadtverwaltung mit.

Vorgesehen ist ein 5,50 mal 8 Meter großes Fontänenfeld aus Natursteinplatten, auf dem zehn Wasserdüsen installiert werden. Das Areal werde dieselbe Höhe wie der umliegende Bereich haben und damit begehbar bleiben, heißt es. Das hat zwei Vorteile: Zum einen können Kinder in den Wasserstrahlen spielen und zum anderen bleibt der Bereich bei ausgeschalteten Düsen auch für Veranstaltungen wie den Weihnachtsmarkt nutzbar. Zudem werden laut Rathaus LED-Leuchten installiert. Die Verwaltung rechnet mit Kosten in Höhe von rund 370.000 Euro.

Das Wasserspiel soll ein Anlaufpunkt vor allem für Familien werden. Zugleich ist es ein weiterer Schritt zur Aufwertung der Inneren Klosterstraße. Zuvor waren im vergangenen Jahr rote Sitzbänke aufgestellt worden, die Passanten zum Verweilen einladen sollen. Schwerpunkt der Umgestaltung ist aber die Kneipenmeile. Insgesamt zwölf Restaurants sollen künftig Hungrige und Durstige anlocken. Fünf neue gastronomische Einrichtungen mit unterschiedlicher und vor allem internationaler Küche sollen im Bereich zwischen Börnichsgasse und Theaterstraße angesiedelt werden, hatten das Rathaus und der städtische Vermieter GGG im vergangenen Jahr angekündigt.

Damit das funktioniert, sind bereits zwei Ladeninhaber von dort an neue Standorte im Zentrum gezogen. Ihre bisherigen Geschäfte werden seit Jahresbeginn umgebaut, berichtet GGG-Sprecher Erik Escher. Dabei gehe es vor allem um den Einbau von technischen Geräten wie Fettabscheidern.

Die GGG habe mehr Interessenten als freie Flächen, berichtet der Sprecher. Allerdings seien noch nicht alle Details mit den Gastronomen geklärt, ergänzt er. "Wir sind auf der Zielgeraden, aber es wird wohl noch ein paar Wochen dauern, ehe wir die Restaurants vorstellen können." Am geplanten Eröffnungstermin im Mai halte man aber fest, sagt Escher.

Einzelhändler erhoffen sich von der Kneipenmeile eine Aufwertung der Innenstadt und mehr Kunden im Zentrum. Probleme sehen sie allerdings darin, dass es in der City - im Gegensatz zu den Einkaufspassagen am Stadtrand - kaum kostenlose Parkplätze gibt. Bei Anwohnern geht die Meinung zu dem Vorhaben auseinander. Viele Bewohner erhoffen sich mehr Leben auch zu später Stunde auf der Inneren Klosterstraße. Andere befürchten dagegen eine Zunahme von Lärm und lehnen die Kneipenmeile deswegen grundsätzlich ab.

Wasser soll auch auf dem Markt sprudeln. Nach dem gescheiterten Projekt Tassenbrunnen vor 15 Jahren wird ein neuer Anlauf für einen Brunnen auf dem Markt genommen. Dafür soll in den kommenden Wochen ein Wettbewerb unter Künstlern ausgerufen werden. Eine Jury, der auch Kunstschaffende aus der Stadt angehören, wird Ende des Jahres den Sieger küren. In diesem und im nächsten Jahr sollen zudem auf den beiden noch nicht erneuerten Marktflächen die Pflastersteine glatt geschliffen werden. Die Fugen zwischen den Steinen haben vor allem Rollstuhlfahrern und Eltern das Vorankommen erschwert.

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