Chemnitzer Stadtrat lehnt Dr. Kohl als Straßennamen ab

Nach emotionaler Debatte hat der Stadtrat am Mittwochabend den CDU-Antrag auf Umbenennung einer Straße oder eines Platzes nach dem ehemaligen Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl eine Absage erteilt. Während die CDU-Räte erwartungsgemäß dafür stimmten, lehnte die Mehrheit aus Linken, SPD, Grünen den Vorschlag ab. Allerdings gibt es in Chemnitz bereits eine Kohlstraße, deren Benennung freilich nicht auf den Ex-Kanzler zurückgeht. Die Kohlstraße befindet sich in Schönau, ist etwa 100 Meter lang und endet in einer Sackgasse. (su)

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13Kommentare
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  • 1
    0
    Zeitungss
    12.11.2017

    @ffc19: Mir ist es noch gut in Erinnerung, was heute allerdings nicht mehr gewünscht ist. Um nicht in der Armut zu versinken, war Otto Wiesheu noch bei der DB als Versorgungsfall "eingestellt", wie heute Pofalla. Die Krankheit Gelbsucht wurde von den Wählern nie richtig erforscht, sonst wäre sie heute ausgerottet. Solche Informationen sind nicht auf RTL2 & Co zu bekommen und sind deshalb weitestgehend unbekannt und ohne jede Bedeutung für die Wähler.

  • 3
    1
    gelöschter Nutzer
    11.11.2017

    Dass ab einer gewissen Sitzhöhe auf der politischen Karriereleiter beim Fallen die Antigravitation zu wirken scheint, ist ja nun wahrlich nicht neu. Otto Wiesheu hat im Suff (1,99pm) mit seinem Auto einen Menschen in die ewigen Jagdgründe gebombt, bekam Bewährung+Geldstrafe und wurde 8 Jahre später bayerischer Verkehrsminister. Otto Graf Lambsdorff wurde wegen Steuerhinterziehung verurteilt, erhielt eine Geldstrafe von 180.000 DM. Vom Bundeswirtschaftsministerium wurden ihm jedoch 515.000 DM Prozesskostenhilfe zur Deckung seiner Anwaltskosten zugesprochen. Danach war er bis 1993 Bundesvorsitzender und ab 1993 Ehrenvorsitzender der FDP.

    Jaja, solche Leute wurden und werden gewählt und regieren uns dann!

  • 1
    1
    Zeitungss
    11.11.2017

    @Interessierte: Möglicherweise steht auch irgendwo geschrieben, dass Schäuble nicht einmal Mitglied der CDU ist. Viel erschreckender ist, dass solche Leute den Ton angeben. Hätte Frau oder Herr Mustermann eine Schwarzkasse und es wird bekannt, wäre die GSG 9 angerückt um dieses "Verbrechen" zu beenden. Es lebe der KLEINE Unterschied und somit ist eine Würdigung mehr als fällg.
    Auch so funktioniert Deutschland, man muß es nur verstehen WOLLEN.

  • 0
    1
    Interessierte
    11.11.2017

    In dem Link von @ffc19: steht aber , dass es gar keine Spenden gab laut Schäuble

  • 3
    1
    Zeitungss
    11.11.2017

    Für die zwei roten Daumen sind die Schwarzkassen der CDU Neuland ????? Für mich war Neuland, dass der Herr Kohl mit Hilfe der Justitz SCHWEIGEN durfte. Mehr ist dazu nicht zu sagen, Nachdenken ist auf keinen Fall verboten, bevor es wieder ROT wird.

  • 1
    1
    Interessierte
    10.11.2017

    Mit welcher Begründung lehnte denn der restliche Stadtrat den Antrag der CDU zur Umbenennung ab ; die werden sich doch nicht mach der Meinung der Chemnitzer Bevölkerung gerichtet haben ...???

  • 7
    2
    Zeitungss
    10.11.2017

    Ich wäre eher für ein Denkmal, Kohl sitzend auf einem Tresor, gefertigt aus schwarzen Marmor. Ein geeigneter Platz wird sich finden.

  • 7
    5
    Interessierte
    09.11.2017

    Wir brauchen keine Benennung nach Kohl ...
    Der Mann hat - nur Unheil gebracht mit seiner Eigensinnigkeit .?

    Da gab es mal mal zwei Männer , die haben einen ganzen Staat aufgebaut und Groß-Industrie gebaut und Flug- und Schiffslinien geschaffen und eine sinnvolle Landwirtschaft aufgebaut und die Menschen wurden mit einem guten Schulsystem gebildet und waren somit gebildet und weltoffen und alle Menschen hatten Arbeit und bezahlbare Wohnungen und Geld zum Leben und um jährlichen Urlaub zu machen - und dieser Mann hat das alles wieder tot gemacht .

    Wie viele Menschen waren denn 1992 in der Industrie- und Sportstadt Chemnitz arbeitslos ?
    Und wie viele Menschen waren denn in der Beamtenstadt Dresden 1992 arbeitslos ?
    Und wie viele Menschen waren denn in der Buch-Druck- und Messestadt 1992 arbeitslos ?
    Und wie viele Menschen sind denn in den jeweiligen Städten abgewandert ?
    Und wie viele Menschen haben denn in den jeweiligen Städten wieder eine neue Arbeit gefunden ? ohne den Zugezogenen aus den ABL ?
    Da gibt es doch sicherlich noch eine Statistik ?

  • 9
    1
    Hinterfragt
    09.11.2017

    Die Entscheidung finde ich richtig.

    @Hankman: "...Ich denke, je weiter wir uns historisch von einer Person entfernen, desto milder beurteilen wir sie. Gut möglich..."
    Das sehe ich nicht so, dann hätte man z.B. Karl-Marx-Stadt nicht wieder in Chemnitz "zurück"umbenennen brauchen oder die Leninstraße ... ;-)

  • 4
    4
    Hankman
    09.11.2017

    Die Entscheidung finde ich sehr in Ordnung. Man kann ja in zwei oder drei Jahren noch mal neu darüber diskutieren. Vielleicht haben dann alle die CDU-Spendenaffäre und Kohls inakzeptables Verhalten in dieser Causa vergessen. Ich denke, je weiter wir uns historisch von einer Person entfernen, desto milder beurteilen wir sie. Gut möglich, dass es zu Kohls 100. Geburtstag die Entscheidung geben wir, eine Straße in Chemnitz nach ihm zu benennen. Aber wenn nicht, ist das auch okay. Die Chemnitzer haben so ihre ganz eigenen Erfahrungen mit Umbenennungen und Benennungen gemacht ...

  • 7
    4
    gelöschter Nutzer
    08.11.2017

    Mit dieser Entscheidung hat der Stadtrat Schaden von der Stadt abgewendet: http://tinyurl.com/ybq5nowe

  • 7
    7
    cn3boj00
    08.11.2017

    @BlackSheep: wieso erstaunlich, bei den Mehrheitsverhältnissen? Haben Sie je davon gehört, dass der Antrag einer Opposotion mit den Stimmen der Regierungsbank angenommen wurde?
    Abgesehen davon, dass wir einen solchen Platz nicht brauchen, da wir ja schon eine Sackgasse haben:)

  • 6
    2
    BlackSheep
    08.11.2017

    Nachvollziehabr, aber auch erstaunlich.



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