Chemnitztal-Radweg kann erst Ende des Jahres befahren werden

Die Sanierung von fünf Brücken auf dem 5,7 Kilometer langen Abschnitt ist fast beendet. Aber auch nach der Freigabe bleibt eine Baustelle.

Markersdorf/Auerswalde.

Radfahrer haben ihn schon getestet: der 5,7 Kilometer lange Chemnitztal-Radweg zwischen Wittgensdorf und dem Claußnitzer Ortsteil Markersdorf. Schotter liegt auf der Strecke. Geübte Sportler können die Strecke passieren, wenn sie ab und zu ihr Fahrrad tragen. Aber die Arbeiten laufen noch und die Durchfahrt ist laut Straßenbehörde verboten.

"Die Strecke ist phantastisch", sagt ein 56-jähriger Chemnitzer. Die Landschaft und die Streckenführung sei bestens. Er freue sich schon auf die Eröffnung des Abschnitts. Vorfreude herrscht auch in den umliegenden Dörfern wie Garnsdorf und Köthensdorf, die sich vom Tourismus auch mehr Interesse für die sportlichen und kulturellen Angebote erhoffen. Das bestätigt der Köthensdorfer Ortsvorsteher Ronny Falkner.

Doch die Freigabe der Strecke dauert noch. Die Arbeiten an fünf ehemaligen Eisenbahnbrücken laufen auf Hochtouren. Zwei Brücken wurden abgerissen. Die Sanierung der Brücken am Holzbach bei Garnsdorf ist abgeschlossen, sagt Isabell Siebert vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr. Insgesamt werden 3,9 Millionen Euro investiert.

Vor allem die Brückenarbeiten seien sehr zeitaufwendig. Beispiel Bahnbrücke in Markersdorf-Kolonie (Foto): In der vergangenen Woche sei begonnen worden, Zierblenden an den Gewölbebogenstirnseiten anzubringen. Zurzeit werden das Geländer montiert und die Gerüste umgesetzt. Denn die Sanierungsarbeiten an den Gewölbeuntersichten haben begonnen. Ab Montag könne am Kolkschutz der Brücke, also den Vertiefungen im Gewässer, gearbeitet werden. Anfang August soll das Bauwerk fertig sein. An der Vorlandbrücke in Auerswalde - nach dem Schustertunnel und Stahlbrücke - wird zurzeit der Naturstein instand gesetzt und verfugt, so Siebert.

Auch die Arbeiten am Schusterstein-Tunnel in Auerswalde seien nach der Winterpause wieder aufgenommen worden. Bis Ende April war der Tunnel für alle Bauarbeiten zum Schutz der dort lebenden Fledermäuse gesperrt worden. An den Tunnelportalen wurden inzwischen Absturzsicherungen aufgebaut, so Siebert. Gegenwärtig würden Drainageleitungen und die sogenannten Putzspiegel - eine Art Einfassung - an den Tunnelportalen hergestellt.

Obwohl die Arbeit weit vorangeschritten sind, kann die gesamte Strecke erst Ende des Jahres befahren werden, erläutert Isabell Siebert. Vorbereitende Oberbauarbeiten für den Chemnitztal-Radweg erfolgten abschnittsweise. Aber der Asphalt könne erst an einem Stück aufgetragen werden, wenn alle anderen Arbeiten beendet sind, fügt sie hinzu. Das sei im vierten Quartal. Ab Oktober sei damit zu rechnen. Erst danach könne der Radweg durchgängig befahren werden.

Doch das Gesamtprojekt ist erst Ende 2017 beendet. Denn die Anbindung von Auerswalde könne erst nächstes Jahr erfolgen, so Siebert. Zurzeit laufe die Ausschreibung für die Bauarbeiten. Noch im Sommer sollen die Arbeiten beginnen. Der Weiterbau in Richtung Diethensdorf soll laut Radweg-Verbandschef Günter Hermsdorf dieses Jahr beginnen. Details seien noch nicht bekannt. Baurecht liege vor.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...