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Matthias Müller schaut sich die Grünfläche vor seinem Grundstück an. Dort werde zu selten gemäht, sagt der Adelsberger.

Foto: Andreas Seidel

Das Rätsel um eine kleine Unkraut-Böschung

Vor dem Haus eines Adelsbergers wuchert das Grün. Erst fühlte sich das Rathaus für die Fläche zuständig, dann nicht mehr und dann doch wieder.

Von Sandra Häfner
erschienen am 15.07.2017

Adelsberg. Der Unterschied ist auffällig: Während auf der kleinen Böschung vor dem Grundstück von Matthias Müller an der Zschopauer Straße das Unkraut sprießt und vor allem der Löwenzahn gut gedeiht, gleicht die Nachbarfläche stadtwärts einem gut gepflegten Rasen. Alles ist schön kurz gemäht. Dieser Unterschied ärgert den Kieferorthopäden Müller. Die Stadt kümmere sich nicht um die Pflege der Böschung vor seinem Haus, obwohl ihr die Fläche gehöre, sagt er - genauso wie das gut gepflegte Stück Rasen. Erst zuletzt vor der Deutschen Meisterschaft im Radsport war der eine Teil gemäht, der andere nicht. Warum hört das Grünflächenamt mit der Arbeit an einer Grenze auf, die es gar nicht gibt?

Schon mehrmals habe er mit dem Tiefbauamt im Rathaus über das Problem gesprochen, berichtet der Chemnitzer. Doch dort habe man ihm gesagt, für die Fläche nicht zuständig zu sein. Sie stehe nicht auf der Liste der zu mähenden Grundstücke. "Dabei zahle ich seit vielen Jahren Steuern an die Stadt", empört sich der Adelsberger.

Weshalb das Amt ihm die Auskunft gab, bleibt indes ein Rätsel. Auch auf Nachfrage der "Freien Presse" gab es darauf keine Antwort. Müller kann sich das auch nicht erklären, zumal in den Vorjahren ab und an gemäht worden sei. Auch in diesem Jahr waren die Bauhof-Mitarbeiter einmal zur Rasenmahd da. Dabei hätten sie allerdings das Unkraut nicht entfernt, sondern einfach liegengelassen, sagt Matthias Müller. Aber offenbar waren sie zumindest zuständig. Und danach habe es schließlich aus dem Tiefbauamt geheißen, man sei es nicht mehr.

Offenbar haben dann die Mitarbeiter im Amt noch einmal genau nachgeschaut, denn plötzlich hieß es: Für die Pflege der kleinen Fläche ist doch die Stadt zuständig. Deshalb werde dort demnächst auch ein Mitarbeiter des städtischen Bauhofs tätig werden. Der sei schon beauftragt, die Pflegearbeiten an dem Grundstück in Adelsberg in seinen Arbeitsplan einzuordnen. Jetzt hofft Müller, dass im Arbeitsplan auch das Ausstechen des Löwenzahns und das Ansäen von Rasen steht. Nur so könnte man die Böschung an die Nachbarfläche angleichen, sagt Müller.

Er empfiehlt zudem, dass die Stadt öfter in den angrenzenden Erzgebirgskreis schaut und sich an der Landschaftspflege dort ein Beispiel nimmt. So seien etwa die Böschungen entlang der neuen B 174, für die der Erzgebirgskreis zuständig sei, gut gepflegt. "Dort ist das Grün sehr schön gemäht", hat Matthias Müller festgestellt.

 
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
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Kommentare
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Kommentieren (für Digital- und Printabonnenten)
  • 15.07.2017
    16:21 Uhr

    Tauchsieder: Das ist doch unglaublich, wie das aussieht, dass hält man doch im Kopf nicht aus. Diese Fläche gehört zubetoniert, asphaltiert oder mit Unkrautex behandelt.
    Jeden Tag wird in Sachsen eine Fläche in der Größe von etwa 15 Fußballfeldern versiegelt, da kommt es doch auch nicht mehr auf dieses bissl "Sche..dreck"drauf an. Hier leistet der Freistaat eine tolle "Landschaftspflege".

    0 3
     
  • 15.07.2017
    11:11 Uhr

    Kastenfrosch: Richtig schlimm sieht das aus, was da vor Herrn Müllers Haus wächst. Diesem unkontrollierten Wachstum gehört in der Tat Einhalt geboten. Warum man dieses Stück nicht gleich zugepflastert hat, und so an die Nachbarfläche angeglichen hat, bleibt indes ein Rätsel. Dann wäre ein für alle Mal Ruhe gewesen. Unsere Probleme machen wir uns vor allem selbst.

    0 4
     
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