Einbrecher suchen Ex-Eiscafé Temmler heim

An der Zschopauer Straße wird eine Traditions-Eisdiele zu einem Sushi-Restaurant umgebaut. Am Wochenende kamen jedoch ungebetene Gäste.

Fast 100 Jahre lang ist an der Zschopauer Straße Eis verkauft worden. Bis Dezember gab es im Eiscafé Temmler auf zwei Etagen die kalte Süßigkeit und italienische Speisen wie Pizza zu kaufen. Seitdem sind dort die Türen geschlossen. Dahinter wird umgebaut. Inhaber Karsten Richter vergrößert den Gastraum, um dann alles an eine Gastronomin zu vermieten, die dort ein japanisches Restaurant eröffnen möchte.

Am Wochenende hat es nun einen Einbruch auf der Baustelle gegeben. Die Polizei teilte mit, dass in der Zeit zwischen Freitag, 18 Uhr, und Samstag, 7 Uhr, Türen aufgebrochen und Werkzeuge im Gesamtwert von mehreren Tausend Euro gestohlen wurden. Der verursachte Schaden betrage etwa 600 Euro.

Gestern bestätigte Karsten Richter auf Nachfrage von "Freie Presse" den Einbruch. Die Diebe hätten mehrere Türen aufgebrochen, die jetzt erneuert werden müssten. Das allein sei ein Schaden von 4000 bis 5000 Euro, so der Gastronom. Gestohlen hätten die Unbekannten vor allem Elektrowerkzeuge wie Laser-Gerät für das Schneiden von Fliesen, Bohrer und alles, was Klempner brauchen. Dieser Schaden, der die Baufirma, nicht aber ihn betreffe, belaufe sich auch auf mehrere Tausend Euro. Die Baufirma sei es auch gewesen, die am Samstagmorgen ihre Arbeit beginnen wollte und den Einbruch bemerkte.

Der Einbruch sei bedauerlich, werfe ihn in seinen Planungen und Arbeiten aber nicht zurück, sagte Richter. "Wir sind mitten im Innenausbau, die Eröffnung wird vermutlich Mitte Juni sein", sagte er. Was sich verzögere, sei die Eröffnung eines kleinen Eisladens, den es immer noch geben soll. Bisher war ein Container vor der Baustelle als Lager genutzt worden. Doch auch dieser wurde am Wochenende, "schon zum dritten Mal", aufgebrochen. Nun werde der Eisladen als Lager genutzt und später ausgebaut. In 23 Jahren habe er zwei Einbrüche zu verzeichnen gehabt, sagte Richter, "in den vergangenen drei Jahren waren es aber gleich fünf".

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