Erneut Demonstration in Ebersdorf

Das Thema Asyl stand am Wochenende wieder im Fokus. 150 Menschen protestierten gegen die Asylbewerber-Einrichtung im Nordosten der Stadt.

14Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.

  • 0
    0
    gelöschter Nutzer
    16.12.2013

    Ja, das stimmt so gesehen.

    Da muss ich mich verbessern und so schreiben:

    Grundrechte und Menschenrechte sind universell, egalitär und unteilbar. Daher können sie für bestimmte Personengruppen nicht eingeschränkt werden, sie zählen für alle. Vor allem in Staaten, die die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von 1948 und die Charta der Grundrechte der Europäischen Union anerkennen, also wir. ->
    ...aber viele (alle?) Staaten setzen das nicht 1 zu 1 um, zum Beispiel in Bezug auf die internationale Niederlassungsfreiheit.

    Ein interessantes Thema, da muss ich bei Gelegenheit mal nachforschen, ob es drüber Abhandlungen anerkannter Völkerrechtler gibt und was diese dazu schreiben.

  • 1
    0
    16.12.2013

    @aardvark: Ja, hab ich ja alles schon gesagt. Natürlich ist dummes Geschwafel für mich wie jeden anderen vernunftbegabten und anständigen Menschen weniger gefährlich als Gewaltkriminalität wie Mord, Raub, Einbruch usw. Würde ich einer weniger liberalen Auffassung anhängen, müsste ich mich auch dafür aussprechen, dass man dich aufgrund deiner Hetze inhaftiert. Aber in einer Gesellschaft, in der Menschen für ihre Äußerungen inhaftiert werden, gefällts mir jedenfalls nicht.

  • 1
    0
    16.12.2013

    @Schlossteich: "Also gibt es wohl doch kein universelles Recht eines jeden Menschen, sich dort niederzulassen, wo er will?"

    Aus meiner Sicht schon, nach den Gesetzen der Bundesrepublik Deutschland und der meisten anderen Staaten aber nicht. Warum werfen sie also den Demonstranten in Ebersdorf vor, was sie am deutschen Staat kritisieren müssten?

    "Das ist auch so, meines Wissens, sehr stark in der US-Amerikanischen Verfassung verankert."

    Auch in die USA kommen sie nicht ohne staatliche Genehmigung herein bzw. dürfen dort nicht bleiben. Wenn Du wie ich für freie Migration bist, dann ist da ja wunderbar. Aber das verhindern nicht die Demonstranten in Ebersdorf, sondern die Gesetze und Behörden des Staates. Und die Asylbewerber sind nicht in Ebersdorf, weil sie da frei hinmigriert wären und alle unbedingt in Ebersdorf wohnen wollen. Die hat der Staat dort hingefrachtet und zusammengepfercht. Richte also deinen Hass gegen die richtige Stelle und das ist der Staat. Den Demonstranten in Ebersdorf geht es jedenfalls nicht um die Frage, ob und wer migrieren darf. Es geht einzig und allein darum, dass sie kein Problem-Heim bei sich um die Ecke wollen, das es gar nicht geben würde, wenn der Staat nicht alle Asylbewerber zwingen würde dort zu leben. Wer mit dieser Einschränkung der Freiheit sowohl der Asylbewerber als auch der Anwohner kein Problem hat, darf sich bei der NPD als Mitglied anmelden!

  • 0
    1
    gelöschter Nutzer
    16.12.2013

    Was Sie da schrieben, @andreasbergmüller, stimmt nicht ganz. Habe eben noch mal nachgeschaut.
    Sie schrieben ..." Diese Rechte sind für verschiedene Personengruppen mehr oder minder stark durch den Staat "eingeschränkt"...

    Grundrechte und Menschenrechte sind universell, egalitär und unteilbar. Daher können sie für bestimmte Personengruppen nicht eingeschränkt werden, sie zählen für alle. Vor allem in Staaten, die die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von 1948 und die Charta der Grundrechte der Europäischen Union anerkennen, also wir.

  • 0
    2
    gelöschter Nutzer
    16.12.2013

    Aha. Also gibt es wohl doch kein universelles Recht eines jeden Menschen, sich dort niederzulassen, wo er will?
    Allerdings gehört laut wiki das Freiheitsrecht, also Recht auf Freiheit, zu den Grundrechten der Menschheit. Und Freiheit bedeutet, als autonomes Subjekt wählen zu können.
    Das ist auch so, meines Wissens, sehr stark in der US-Amerikanischen Verfassung verankert.

  • 1
    2
    gelöschter Nutzer
    16.12.2013

    Gut, dann zitire ich eben. Es ging in dem Beitrag um einen wegen Volksverhetzung und Waffenbesitz angeklagten. Ihre Worte: " Ich bin ja froh darüber, dass dieser Fall zeigt, dass die seitens der Polizei und Politik herbeiphantasierte "Unterbesetzung" der Polizei ein Märchen ist. Schließlich wird man doch wohl nicht knappe Ressourcen für die Verfolgung von Leuten mit falscher Meinung vergeuden, wenn gleichzeitig die Aufklärungsquoten bei Delikten wie Wohnungseinbruchdiebstählen katastrophal sind, oder? "

    Eindeutige Aussage Volksverhetzer und Waffenbesitzer = Leute mit falscher Meinung. Das ist für mich eindeutig eine Verharmlosung des Straftatbestandes der Volksverhetzung, und da habe ich noch nichts zu den Waffen gesagt... Was Sie mir sonst noch alles unterstellen, überlese ich lieber. Typischer Rechtspopulismus - Unterstellungen, Worte im Mund herum drehen und immer schön der Demokraten und Menschenfreund raushängen lassen. Die "Bürger", die dort am Samstag demostriert haben, wollen keineswegs die Residenzpflicht abschaffen oder bessere Bedingungen für Asylbewerber. Die meisten wollen das Asylbewerberheim dort weghaben, da nützt auch das Gesülze von ProChemnitz nichts. Wolfe im Schafspelz.

  • 1
    0
    16.12.2013

    @aardvark Warum zitierst du nicht? Wo soll ich denn "Volksverhetzung" "verharmlost" haben? Es sei denn natürlich, damit ist gemeint, dass ich bei einem anderen Beitrag geschrieben habe, man solle knappe Polizeressourcen nicht primär für die Verfolgung echter Verbrecher wie Mord, Körperverletzung, Raub, Diebstahl, Einbruch etc. einsetzen, statt für die Verfolgung opferloser Straftaten wie Meinungsverbrechen (z.B. "Volksverhetzung"), Drogenkonsum oder bzgl. Asylbewerbern Verstoß gegen die "Residenzpdlicht"? Du Demnach verharmlost du also echte Straftaten und willst, dass knappe Ressourchen statt für deren Aufklärung und Verfolgung lieber für die Verfolgung von Meinungsverbrechern, Drogenkonsumenten und Asylbewerbern ausgegeben wird? Wer hier eine faschistische Gesinnung an den Tag legt, ist damit ja geklärt. Danke für diese Offenheit. :)

  • 2
    0
    Interessierte
    16.12.2013

    Ich wohne nicht dort , aber ich gehe einmal davon aus , wenn man diese Parolen aufnimmt , dann scheint dort irgend etwas gewesen zu sein , sonst würde es nicht so sein und man hat ganz einfach die Nase voll , denn diese Leute machen das ja nun schon etliche Jahre mit und irgendwann ist eben einmal das Maß voll :

    "Wir sind nicht gegen Ausländer, sondern nur gegen kriminelle Handlungen.“
    "Die Menschen haben Angst, abends auf die Straße zu gehen"
    "Wir wollen kein Asylbewerberheim" > mehr in unserer Nähe haben ...

    Und ich kann den Leuten nur Recht geben , wenn sie meinen , dass die Politiker sich der Sache annehmen sollten und diese Ausländer in ihrer näheren Wohngegend unterbringen sollten . Es ist mit Sicherheit eine einfache Sache , zu sagen , wir nehmen die Leute auf und verteilen sie im Land .

    Und es wird wohl nun doch für die ganz normale Bevölkerung eine Zumutung , ständig den Problemen ausgesetzt zu sein , das mindert ja schließlich auch die eigene Lebensqualität , wenn man immer in Angst leben muß . Kein Mensch hat sicherlich etwas dagegen , wenn die dort leben würden und sich nichts zu Schulden kommen lassen würden , aber das wird eben nicht so sein .
    Und was den Jungen betrifft , das ist wohl auch das Ergebnis angestauten Ärgers und spätestens jetzt sollte man sich als Stadt oder Land mal Gedanken machen !!!

  • 1
    0
    16.12.2013

    @Schlossteich

    Was soll ein "Grundrecht der Freiheit" sein? Es gibt verschiedene Grund- und Menschenrechte, die sich aus der Idee der Freiheit herleiten. Diese Rechte sind für verschiedene Personengruppen mehr oder minder stark durch den Staat "eingeschränkt". Für Asylbewerber greift z.B. die so genannte "Residenzpflicht". Das kann man kritisieren, aber das ist die gegenwärtige Rechtslage. Darüber hinaus ist es nicht so, dass alle sächsischen Asylbewerber ihren Wohnsitz freiwillig in der Erstaufnahmeeinrichtung Ebersdorf nehmen würden. Sie werden vom Freistaat gezwungen, dort zu wohnen. Deshalb sind ja weder Bürgerinitiative noch Pro Chemnitz gegen "die Asylbewerber". Vielmehr kritisieren sie, dass es logischerweise zu Konflikten führt, wenn alle gezwungen werden, auf einem Haufen zu leben. Das wollen nämlich auch die meisten Asylbewerber nicht. Sie sind ja am stärksten von der Kriminalität und Gewalt ihrer unfreiwilligen Mitbewohner betroffen. Witzigerweise fordern Bürgerinitiative und Pro Chemnitz fordern ja auch nichts anderes als das, was man auf der Linken auch fordert: dezentzrale Unterbringung. Und hier sieht man, dass es Hetzern wie den üblichen Verdächtgen auch hier in den Kommentarspalten gar nicht um die Sachfrage geht. Allein weil "die Falschen" etwas fordern, tut man so, als wäre es fremdenfeindlich, obwohl die Forderung exakt die selbe ist, die man selbst erhebt. Abscheulich ist sowas!

  • 2
    1
    gelöschter Nutzer
    16.12.2013

    @andreasbergmueller: Reine Spekulation, was sie hier schreiben. Keine Fakten, nichts. Aber ihre Geisteshaltung ist ja spätestens seit der Verharmlosung von Volksverhetzung in einem anderen Kommentar bekannt.

  • 1
    0
    16.12.2013

    Ja, da hat die Bürgerinitiative in diesem Fall wohl etwas gemacht, was bei Initiativen "gegen rechts" ja Standard ist: man hat nicht die endgültigen Ermittlungsergebnisse der Polizei zum Schluss abgewartet, sondern sich allein auf das Wort des vermeintlichen Opfers verlassen. Man war offensichtlich zu gutgläubig, auch weil in den allermeisten Fällen niemand Straftaten erfindet bzw. erfundene Straftaten zumindest nicht anzeigt, weil das eben selbst eine Straftat ist. Ab und an kommt es aber vor. Der Unterschied ist natürlich, dass Fälle mit derlei Konstellation nicht bundesweit hochgejazzt werden. Man stelle sich vor, das vermeintliche Opfer wäre ein afrikanischstämmiges Kind gewesen, das behaupt hätte, von einer Horde Neonazis überfallen worden zu sein. Das wäre sofort und ohne jedes Bedenken in allen regionalen und überregionalen Medien Thema gewesen.

  • 1
    2
    gelöschter Nutzer
    16.12.2013

    ..."Wir wollen kein Asylbewerberheim"...

    Zum Grundrecht der Freiheit gehört doch aber, dass jeder auf dieser Welt siedeln und leben kann, wo er will. Das las ich gerade in einem anderen Kommentar. Daraus geht hervor, die Ebersdorfer müssen das aushalten, es sei denn sie wollen für sich die alte DDR zurück.

  • 1
    2
    gelöschter Nutzer
    16.12.2013

    ProChemnitz schrieb dazu: "der 15-jährige ist uns bekannt und galt als glaubwürdig. " Dass das Umfeld der Bürgerinitiative offensichtlich alles tun würde, um das Asylbewerberheim zu diskreditieren, ist offensichtlich. Unglaublich ist, dass man Kinder mit reinzieht und einer solchen Gehirnwäsche unterzieht, dass sie auf solche Anschuldigungen erst kommen. Mein Kinder kämen auf sowas nie.

    @Peka: das waren sie schon vorher für mich.

  • 3
    2
    PeKa
    16.12.2013

    Tja, die Glaubwürdigkeit eines Menschen sollte man eben wirklich GEWISSENHAFT prüfen, anderenfalls geht der Schuss nach hinten los. Für mich jedenfalls ist nun durch den Zwischenfall mit dem 15-jährigen Jungen die gesamte Bürgerinitiative Hilbersdorf/Ebersdorf UNGLAUBWÜRDIG geworden.



Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
Mehr erfahren Sie hier...