Erste ausgebildete Grundschullehrer verlassen TU Chemnitz

Chemnitz (dpa/sn) - Erstmals nach mehr als 15 Jahren Unterbrechung erhalten an diesem Freitag wieder frisch gebackene Grundschullehrer an der TU Chemnitz ihr Zeugnis. Insgesamt 75 Absolventen haben damit im ersten Jahrgang seit der Wiederaufnahme des Studiengangs in der drittgrößten Stadt Sachsens ihr Studium erfolgreich beendet, sagte eine TU-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Erst seit Ende 2013 bildet die Chemnitzer Uni wieder Pädagogen für die jüngsten Schüler aus. Zuvor konnten angehende Grundschullehrer nur an den Universitäten Dresden und Leipzig studieren.

Aktuell stehen in Chemnitz 120 Studienplätze für Lehramt an Grundschulen zur Verfügung, in Dresden sind es 150 und in Leipzig 280. Angesichts des anhaltenden Lehrermangels und Unterrichtsausfalls - insbesondere an sächsischen Grund- und Oberschulen - fordern Experten eine weitere Erhöhung der Studienplätze in Chemnitz. Zudem verlangen sie eine langfristige Zusage für die Grundschullehrerausbildung vom Wissenschaftsministerium.

Nach einer Vereinbarung mit der Staatsregierung sind entsprechende Immatrikulationen derzeit nur bis 2020 gesichert. Aktuell sind in Chemnitz 422 angehende Grundschullehrer eingeschrieben. Die Regelstudienzeit umfasst acht Semester.

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2Kommentare
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  • 2
    0
    vomdorf
    12.10.2017

    15 Jahre hat man verschlafen, Grundschullehrer in Chemnitz auszubilden. Wer das zu verantworten hat, sollte mal 4 Wochen unter den heutigen Bedingungen unterrichten....und paar Seiteneinsteiger nebenbei anlernen, inkludieren und inklusieren. Man fragt sich manchmal, ob das Absicht war, denn ein dummes Volk ist leichter zu regieren.

  • 2
    0
    Pixelghost
    12.10.2017

    Werden diese fertig ausgebildeten Grundschullehrer in Sachsen in den Schuldienst einsteigen oder in anderen, besser bezahlenden Bundesländern?



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