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Seit der Fertigstellung der Umgehungsstraße dürfen Autofahrer im Bereich des Abzweigs nach Ottendorf mit Tempo 100 unterwegs sein. Aus Sicht des Lichtenauer Bürgermeisters ist das zu schnell.

Foto: Andreas SeidelBild 1 / 2

Gemeinde fordert Tempo-Limit auf Umgehungsstraße

Aus Sicht der Verwaltung von Lichtenau häufen sich Unfälle an der Einfahrt in den Ortsteil Ottendorf. Sie plädiert deswegen für eine Geschwindigkeits- begrenzung. Die Polizei widerspricht.

Von Benjamin Lummer
erschienen am 09.02.2018

Lichtenau. Der 19-Jährige kam aus Richtung Chemnitz und wollte nach links in den Lichtenauer Ortsteil Ottendorf abbiegen, als sich der Unfall ereignete. Der Opel des jungen Mannes stieß mit einem entgegenkommenden Rover zusammen. Drei Personen zogen sich bei der Kollision Verletzungen zu, der Sachschaden belief sich auf 5000 Euro.

Passiert ist das im September 2017. Auf einer Strecke, die man in der Lichtenauer Gemeindeverwaltung als gefährlich einstuft. Die sogenannte Staatsstraße 200 war Ende 2015 nach zwei Jahren Bauzeit fertiggestellt worden. Teil der Arbeiten war eine neue Brücke über Ottendorf und eine 1,2 Kilometer lange zweispurige Trasse. Mussten Autofahrer vor der Fertigstellung durch den Ortsteil fahren, können sie diesen seitdem in hohem Tempo umfahren: Auf dem Abschnitt sind 100 Kilometer pro Stunde erlaubt.

Die aus ihrer Sicht zu hoch angesetzte Geschwindigkeitsbegrenzung hatten Anwohner aus Ottendorf schon kurz vor Fertigstellung der Arbeiten kritisiert. Befürchteten sie damals vor allem mehr Lärm, sieht die Gemeindeverwaltung von Lichtenau nun ein anderes Problem: eine hohe Unfallgefahr. Bürgermeister Andreas Graf sprach in der Gemeinderatssitzung in dieser Woche von einer Häufung von Kollisionen auf der Straße in Höhe des Abzweigs nach Ottendorf - dort, wo sich auch der Unfall vom September ereignete. Er habe etwa ein halbes Dutzend Unfälle im vergangenen Jahr gezählt, ergänzte der Bürgermeister.

Ein Grund dafür könne die "schlechte Einsehbarkeit der Kreuzung" sein, erklärt Grafs Referent Martin Lohse. Fahre man beim Abbiegen von oder Einbiegen auf die Umgehungsstraße nicht bis direkt an die jeweilige Haltelinie vor, seien Fahrzeuge, die die S200 entlangkommen, mitunter schwer zu erkennen. Kommen die mit hohem Tempo angefahren, könne es zu Unfällen kommen. Er plädiere deswegen für ein Tempo-Limit, sagte Bürgermeister Graf. Er werde beim Landratsamt beantragen, die Geschwindigkeit an dieser Stelle auf 70 Kilometer pro Stunde zu begrenzen. Als oberste Kreisbehörde ist das Landratsamt für derartige Verkehrsregelungen auf Staatsstraßen zuständig. Eine Anfrage von "Freie Presse" an das Amt blieb gestern unbeantwortet. "Freie Presse" wollte wissen, welche Voraussetzungen für die Einführung eines Tempolimits erfüllt sein müssen und wie die Chancen auf eine Absenkung der Höchstgeschwindigkeit stehen.

Die Polizei teilt indes die Sicht der Gemeindeverwaltung nicht. "Es handelt sich nicht um eine Unfallhäufungsstelle", teilt eine Sprecherin auf Anfrage mit. Im gesamten vergangenen Jahr habe man an der Einfahrt vier Kollisionen erfasst, bei drei Vorfällen davon seien Personen verletzt worden. Nur ein Unfall sei auf zu hohe Geschwindigkeit zurückzuführen gewesen, die anderen dagegen auf Vorfahrtsfehler beziehungsweise Fahrfehler.

 
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