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Foto: Tilo Steiner

Gläsernes Bahnhofsdach muss nach Sturmschäden saniert werden

Das Dach ist undicht, in die Vorhalle regnet es hinein. Mehr als 100 Glasplatten sind kaputt. Im Herbst sind Bauarbeiten geplant. Bis dahin muss eine Zwischenlösung funktionieren.

Von Andreas Klinger und Sandra Häfner
erschienen am 11.06.2018

Wenn es regnet, muss es schnell gehen in der Lichthalle des Hauptbahnhofes: Wie Bahnhofsmanagerin Ute Stuhr einräumt, werden dann Gefäße aufgestellt, um das Wasser von oben aufzufangen. Der Grund: Das gläserne Dach ist an einigen Stellen undicht. Selbstverständlich, so Stuhr, werde auch der Boden gewischt, um die Unfallgefahr zu bannen. Besonders schlimm soll es auf Höhe der Filiale der Fastfood-Kette Subway im vorderen Bereich der Halle sein. Dort regnet es wegen undichter Stellen in der Glaskuppel hinein, bestätigt Ute Stuhr auf Nachfrage.

Zurückzuführen sind die Schäden am Gebäude auf das Sturmtief Friederike im Januar dieses Jahres, sagt Bahn-Sprecher Holger Auferkamp. Damals seien 136 Glasplatten im Dach über der Vorhalle beschädigt worden - trotz regelmäßiger Wartung sei das Dach schrottreif, bestätigt der Bahn-Sprecher. Den dabei entstandenen Schaden beziffert das Unternehmen mit 150.000 Euro. Mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 113 Kilometer pro Stunde war Friederike am 18. Januar über die Region gefegt. Nicht nur Bäume wurden an dem Tag entwurzelt. So kippte etwa an der Theaterstraße ein großes Baugerüst um, das an einem Haus aufgestellt war. Dabei wurden sieben parkende Fahrzeuge beschädigt. Auch der Hauptbahnhof war zeitweise gesperrt. Jedoch nicht wegen des kaputten Daches der Vorhalle, sondern wegen der Sperrung von Zugstrecken.

Nach dem Sturm sei das Gebäude zwar kurzfristig repariert worden. Auf dem Dach wurden Folien befestigt, sagt Bahnhofsmanagerin Stuhr. Doch alle defekten Stellen wurden dabei nicht erwischt. Bei der Ab- deckung mit den Planen handele es sich um eine Zwischenlösung. "Die defekten Platten müssen ausgetauscht werden", betont sie. Weitere, provisorische Reparaturen werde es vorerst jedoch nicht mehr geben - obwohl es an einigen Stellen weiterhin hineinregne, bestätigt Stuhr.

Und das wird bei Niederschlägen auch weiter so bleiben - wohl bis zum Herbst. Denn erst dann plant das Unternehmen eine grundhafte Instandsetzung der Vorhalle des Hauptbahnhofes. Das Glasdach soll umfassend saniert werden, kündigt Sprecher Auferkamp an. "Die Halle wird eingerüstet, die beschädigten Platten werden getauscht, alles wieder gut abgedichtet", erläutert er die dabei anstehenden Bauarbeiten. Laut einer ersten Schätzung sollen die Kosten dafür bei rund 150.000 Euro liegen und damit etwa genauso hoch sein wie der durch den Sturm entstandene Schaden. Weitere Arbeiten sollen allerdings nicht ausgeführt werden.

Eine Gefahr für Fahrgäste oder Personal im Hauptbahnhof, etwa durch herunterfallende Dachteile, bestehe derzeit trotz der nur provisorischen Reparaturen nicht, erklärt der Sprecher. "In diesem Fall hätten wir den Durchgang sperren müssen, um die Sicherheit der Besucher und Reisenden zu gewährleisten", so Auferkamp.

 
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