Gourmet holt sich Tipps beim Sternekoch

Restaurantchef absolviert Küchenseminar, Cartoonist feiert 70. im Kindercafé und Auktionator holt sich eiskalte Finger.

Andreas Kirsten, Geschäftsführer und Chefkoch im Restaurant "Heck-Art", ruht sich auf seinem kulinarischen Können nicht aus. Bei TV-Koch Stefan Marquard holte er sich in der vergangenen Woche Anregungen in Sachen Gar-Methoden von Fleisch. Der sternendekorierte Koch Marquard gab ein Seminar in Waldheim. Kirsten und "Heck-Art"-Serviceleiterin Denise Rosenmeyer ergatterten gerade noch zwei Plätze in dem Kochkurs. Der Dienstleister fürs Ernährungsgewerbe, Omega Sorg, hatte Stefan Marquard eingeladen. "Ein Vertreter des Unternehmens verhalf mir kurz entschlossen zu zwei der begehrten Teilnahme- tickets", freute sich Kirsten gestern. Wie er denn so sei, der berühmte Fernsehkoch? "Noch lockerer als er im TV rüberkommt", sagte Andreas Kirsten. "Ich habe ihn schon zweimal getroffen und bin begeistert von seiner entspannten Art." Einen Tag lang probierten die Chemnitzer mit 15 anderen Kollegen unter Anleitung von Stefan Marquard Zubereitungsarten aus. "Jetzt will ich das Gelernte mit dem perfekten Osterbraten umsetzen."

Rainer Bach, Cartoonist, feierte am Sonntag seinen 70. Geburtstag. Mit der Zahl hat er sich noch nicht so richtig angefreundet. "Alt werden ist echt Mist", sagte er. Dafür erlebte er einen schönen Tag im Kreis lieber Freunde. Mit mehr als 40 Gästen ließ er es beim Brunch im "Käpt'n Milchbart" in der Ermafa-Passage krachen. Das passte mal wieder zum Künstler mit dem Schalk im Nacken: den Siebzigsten im Kindercafé feiern... "Wir haben dort ein riesiges Buffet genossen. Ich bin jetzt noch satt", sagte Bach gestern. Mit Geschenken wurde er auch verwöhnt. Unter anderem überreichte ihm ein Kumpel eine E-Gitarre. "Nur weil ich mal gesagt habe, dass ich mit 15 Jahren begonnen hatte, Gitarre zu spielen", so Bach. "Danach habe ich allerdings nie wieder zum Instrument gegriffen. Jetzt fange ich mit dem Lernen eben noch einmal an." Wie Jimi Hendrix fühle er sich jetzt. In der kommenden Woche wird Bach zur Buchmesse nach Leipzig reisen. Dort stellt er die extra fürs Lesen in der Badewanne entwickelte Gummibuchversion mit dem Titel "Frösch-freche Liebesspiele: Der frivole Comic für die Wanne" vor. Darin: die typischen Cartoons von Frosch-Fan Rainer Bach.

Jan Mixsa, Schauspieler und Puppenkünstler, erfüllte am Samstag einen eiskalten Auftrag: Bei gerade einmal zwei Grad Bibber-Temperatur versteigerte er unter freiem Himmel von Künstlern gestaltete Ostereier. Schon nach wenigen Minuten, hatte er seinen heißen Tee ausgetrunken, den ihm Cathleen Kempe zubereitet hatte. Die Innenstadthändlerin hatte die Kunstauktion vor ihrem Design- und Modegeschäft an der Inneren Klosterstraße im Rahmen des "Fashion Day" organisiert. "Echt ärgerlich, dass ausgerechnet am Samstag so eine Kälte war", bedauerte sie gestern. Die Kunstfreunde zeigten sich trotzdem in Bieterlaune. Von den 30 vorbereiteten Pappmaché-Eiern, teilweise beleuchtet und allesamt filigran verziert, fiel für insgesamt 25 Stück der Hammer. Der Erlös wird noch ausgezählt, fließt aber in die Refinanzierung der Versteigerung und der vorher gezeigten Modenschauen. "Wir wollen mit solchen Aktionen die City beleben", so Kempe. "Schön, dass sich die Besucher da nicht vom garstigen Kälteeinbruch die Laune haben vermiesen lassen."

Matthias Winter, Opernsänger, schlüpfte am Samstagnachmittag im Foyer des Opernhauses wieder in die Moderatoren-Rolle. In der von ihm entwickelten Reihe "Ausgeplaudert" entlockte er diesmal Musicalsänger Philipp Dietrich und Theaterwerkstatt-Inhaber Wieland Müller Privates. Müller hatte sogar ein dickes Fotoalbum dabei, welches Aufnahmen von seinen ersten Auftritten als Opernsänger zeigte. "Schau mal", meinte er zu Winter. "Das ist 50 Jahre her, da war ich noch richtig dünn." "Ach deshalb habe ich dich darauf nicht erkannt", frotzelte Winter zurück. Bis auf den letzten Platz waren die Stuhlreihen vor dem Podium besetzt. Die Sänger Wieland Müller und Philipp Dietrich dankten es mit donnernden Gesangseinlagen. Dietrich, aus Chemnitz stammender Musicaldarsteller, startete seine Karriere in der Theaterwerkstatt von Wieland Müller.

Ines Möbius (Foto), Café-Besitzerin, beteiligte sich am Samstag am Käsekuchen-Wettbewerb in Berlin. Die Hobbybäckerin landete weit vorn. Sie belegte Platz fünf. Fast 50 deutsche Bäcker waren in vier Kategorien angetreten.

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