Keine Sanierung: Beliebter Radweg bleibt gesperrt

Eine halbe Million Euro kostet ein Brückenneubau in Siegmar. Doch vorher muss die Stadt mehr als nur die Planung erledigen.

Fußgänger und passionierte Radfahrer hatten es schon vermutet. Jetzt ist es von Amtswegen bestätigt: Die Brücke Gaußstraße in Siegmar wird dieses Jahr nicht saniert, erklärte Bürgermeister Michael Stötzer auf eine Ratsanfrage der AfD-Fraktion. Damit endet der Kappelbachweg, eine der beliebtesten Radelpisten der Stadt, weiterhin abrupt an dieser Stelle.

Die Unterführung der Brücke ist schon seit Herbst vergangenen Jahres gesperrt. Laut AfD-Stadtrat Falk Müller bestand die Gefahr, dass sich Betonteile lösen und auf den Weg fallen. Im September hatte die Stadtverwaltung dort Schotterkörbe aufgebaut und mit Verbotsschildern markiert. Damit wurde für die Nutzer deutlich, dass die Sperrung wohl nicht nur eine Übergangslösung ist.

Die Schäden an der Brücke traten allerdings nicht überraschend auf, sie sind vielmehr seit 2007 bekannt. Offenbar ist die alte Brücke jetzt nicht mehr zu retten. Stötzer kündigt einen Neubau an. Die Arbeiten sollen im Frühjahr nächsten Jahres beginnen. Künftig soll eine größere Durchfahrtshöhe gewährleistet werden. Dafür wiederum müsse die Stadt noch Flächen hinzukaufen. Danach erfolge die Detailplanung und die Ausschreibung. Ziel sei, die Arbeiten noch dieses Jahr zu vergeben. Ende 2017, so der Bürgermeister, soll der Radweg wieder durchgängig befahrbar sein. Die Kosten schätzt er auf 500.000 Euro. Das ist mehr als das Doppelte dessen, was eine Kostenschätzung für einen Neubau im Jahr 2009 ergeben hatte.

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