Marx-Geburtstag: Chemnitz sucht Leihgaben

Chemnitz. Der Philosoph Karl Marx ist für eine ganze Reihe an Zitaten bekannt. Wenn sich sein Geburtstag am 5. Mai zum 200. Mal jährt, sollen in Chemnitz Plakate mit seinen Sprüchen wie "Religion ist das Opium des Volkes" eine Woche lang zu sehen sein. Das hat die Stadtverwaltung bekannt gegeben.

Weiterhin plane man einen Fotowettbewerb über das soziale Netzwerk Instagram. Dort sollen Chemnitzer Fotos hochladen, die irgendetwas mit Karl Marx zu tun haben. Dabei dürfe man auch die Stadtgrenzen überschreiten, erklärte Stadtsprecher Robert Gruner. Über das Jahr werde man die Bilder sammeln und dann der Öffentlichkeit präsentieren. Darüber hinaus wird geplant, am 5. Mai - ebenfalls Tag der Museumsnacht - eine Ausstellung zu zeigen, die mit Leihgaben der Chemnitzer gestaltet werden soll. Dafür könne alles eingereicht werden, was einen Bezug zu Marx habe, erklärte Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig. Das könnten Marxismus-Leninismus-Lehrbücher sein, aber auch Karl-Marx-Orden, Medaillen, Präsente oder ganz andere Dinge. Außerdem sei mit der Volkshochschule eine Veranstaltung geplant, bei der Zeitzeugen für die Umbenennung von Chemnitz in Karl-Marx-Stadt sowie für die Rückbenennung zu Wort kommen werden.

Die Oberbürgermeisterin selbst wird zu Marx‘ Geburtstag nicht in Chemnitz sein. Auch das gab sie gestern bekannt. Sie folge der Einladung ihres Amtskollegen aus Trier, der Geburtsstadt von Karl Marx. Dort wird am 5. Mai eine Landesausstellung über den Philosophen eröffnet und eine goldene Figur in der Stadt enthüllt.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) plant ein zehnstündiges Programm zum Marx-Jubiläum. Dazu sind Spitzenpolitiker und Wirtschaftswissenschaftler angefragt. Am Kopf selbst ist ein Programm mit Lesungen, Theater, Film, Kleinkunst und "Rock am Kopp" geplant. Die Organisatoren hatten beklagt, dass sich die Stadt bisher nicht zu eigenen Planungen für das Marx-Jubiläum geäußert hatte. (jp)
 

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