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Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) fährt mit einer Gruppe beim Radlerfrühling von Remse nach Waldenburg.

Foto: Andreas KretschelBild 1 / 2

Muldental-Tour wird kurz zur Chefsache

Bei der diesjährigen Ausgabe des Radler- frühlings gab es einen prominenten Gast. Und in einem Ort ist man stolz auf die Entwicklung der Traditionsfahrt.

Von Tanja Goldbecher
erschienen am 02.05.2018

Wolkenburg/Remse. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer war gestern früher in Remse eingetroffen, als er dort im Zusammenhang mit dem Radlerfrühling erwartet wurde. Doch der Spitzenpolitiker hatte auch so keine Zeit für Müßiggang. Denn schnell hatte sich eine Menschentraube um ihn herum gebildet. "Sprechen Sie ihn ruhig an, der Ministerpräsident spricht hier mit jedem", sagte ein junger Feuerwehrmann.

Mit grüner Sportjacke bekleidet und einem Lächeln im Gesicht stand Sachsens Regierungschef da und wartete darauf, dass die Fahrt beginnt. Kurz zuvor war er aus Chemnitz angereist, wo er eine Rede gehalten hatte. "Der Termin in Chemnitz war sehr wichtig, aber der Erhalt solcher Traditionen wie dem Radlerfrühling in Remse ist genauso wichtig", sagt Kretschmer.

Kurz danach stieg er auf sein Fahrrad um sich selbst einen Eindruck von dieser Tradition zu verschaffen. Seine Teilnahme war dabei eher einem glücklichen Zufall geschuldet. Eine Remser Seniorengruppe hatte Anfang des Jahres Ines Springer (CDU) im sächsischen Landtag besucht. "Der Ministerpräsident ist an uns vorbeigelaufen und hat gefragt, was wir für eine lustige Truppe sind", sagte Vereinsmitglied Dietmar Runst. "Dann haben wir ihm gesagt, dass er zum Radlerfrühling nach Remse kommen soll, da ist noch mehr los." Kretschmer habe dann auf sein Handy und den darin befindlichen Terminplan geschaut. Und obwohl er früh bereits in Chemnitz angekündigt war, sagte er sofort sein Kommen zu. "Die Leute rechnen ihm hoch an, dass er sein Wort gehalten hat", sagt Ines Springer.

An einem anderen Ort, in Wolkenburg, waren Vereine, Feuerwehr und Einwohner auch ganz nah dran am Radlerfrühling. Einerseits, weil es dort Etappen der Tour gab, anderseits, weil Wolkenburg seit der Erstauflage der Veranstaltung immer mit dabei war. Und stolz darauf, auch bei dieser Auflage wieder eine Station der Tour zu sein, ist Wolkenburgs Ortsvorsteher Reinhard Iser. Denn er gehörte einst zu dem Mitinitiatoren des Radlerfrühlings. Seither sind die Wolkenburger immer auch gern in die Veranstaltung eingebunden und freuen sich auf Gäste aus der Region, so etwa auch aus dem Chemnitzer und Leipziger Raum. Zudem, so sagt Iser, freut er sich über das Engagement, das sowohl die Wolkenburger Feuerwehrleute als auch der Heimatverein zeigen, wenn es darum geht, Stationen für die Radfahrer anzubieten, an denen sie sich zwischenzeitlich erholen, stärken und etwas entspannen können. Eingebunden waren diesmal das Bergamtshaus in der Nähe des St.-Anna-Bergwerks, das Brückencafé sowie der Abenteuerspielplatz. Und auch wenn es diesmal im Vergleich zu vorangegangenen Radlerfrühlingen etwas weniger Teilnehmer nach Wolkenburg verschlug, war Iser mit der Resonanz zufrieden. "Entscheidend", so sagt er, "ist auch immer das Wetter". Das sei auch gestern spürbar gewesen. Nachdem sich die Sonne etwas stärker gezeigt habe, seien dann auch mehr Radfahrer unterwegs gewesen. Mit Blick auf die Vergangenheit der Veranstaltung stellt Iser auch einen gewissen Wandel im Teilnehmerfeld fest. "Früher waren es tatsächlich eher sportlich orientierte Radfahrer gewesen, die sich auf die Strecke begaben. Heute seien es vor allem auch Familien, die den Tag zum Radausflug nutzten, so der Ortsvorsteher. Touristisch betrachtet sieht Iser im Radlerfrühling auch eine Chance, neue Touristen in den Ort zu locken. Seiner Ansicht nach würden zwar etwa das Schloss Wolkenburg der hohen Lage wegen zunächst von den Radfahrern eher weniger frequentiert, aber er weiß, dass so mancher an einem anderen Tag wiedergekommen ist, um sich die Einrichtung dann doch anzuschauen. "Deshalb bin ich auch froh darüber, dass es den Radlerfrühling so gibt", sagt Iser. Er selbst sei an einem solchen Tag zwar aus organisatorischen Gründen viel unterwegs, doch selbst mitzufahren, dazu fehlten ihm die Zeit und ein wenig auch die Gesundheit. Auch im Ort sei laut Iser diese Radveranstaltung noch immer gern gesehen. "Ich erhalte eigentlich immer ein positives Echo von den Einwohnern", so der Ortsvorsteher. Und deshalb geht er davon aus, dass Wolkenburg auch zur nächsten Ausgabe des Radlerfrühlings wieder eine Station für die Teilnehmer sein wird.

Beim Radlerfrühling konnten Teilnehmer den Mulderadweg zwischen Glauchau und Lunzenau abfahren und dabei an verschiedenen Punkten halten, an denen auch von den Gastgeberorten und Einrichtungen ein Programm geboten wurde. Zudem gab es Stationen, an denen Stempel verteilt wurden. Wer auf diese Weise seine Stempelkarte füllte, kann Preise gewinnen. Einige dieser Stationen befanden sich in Wolkenburg. (mit reu)

 
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