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Das Landesarchäologiemuseum ist im Mai 2014 in Chemnitz eröffnet worden. Dafür wurde das frühere Kaufhaus Schocken saniert.

Foto: UWE MANN

Museum verfehlt eigenes Ziel bei Besucherzahl

Das Landesarchäologiemuseum wollte 2017 mehr Menschen anziehen als davor. Das ist nicht gelungen. Trotz eines Rekords.

Von Jana Peters
erschienen am 13.01.2018

Laut Sabine Wolfram, Direktorin des Staatlichen Museums für Archäologie Chemnitz (Smac), können nur zehn Prozent der deutschen Museen mehr als 50.000 Besucher im Jahr begrüßen. Insofern habe sie Grund zur Zufriedenheit, denn ihr Haus verzeichnete im vergangenen Jahr 53.000 Besucher. Das sind allerdings 5000 weniger als 2016. Damals hatte Wolfram der "Freien Presse" gesagt, ihr Ziel für 2017 seien 60.000 Besucher.

Ein Rückgang der Besucherzahlen sei momentan ein allgemeiner Trend in der Museumslandschaft, sagte Wolfram. Um Gäste anzulocken, müsse man große Sonderausstellungen organisieren. Es sei zu beobachten, dass vor allem Kombi-Tickets, also für Dauer- und Sonderausstellung, verkauft werden, sagte Wolframs Stellvertreter, Jens Beutmann. Die Sonderschau "Schätze der Archäologie Vietnams" im vergangenen Jahr sei sehr erfolgreich gewesen. Sie zog 20.000 Besucher an. Es sei die bisher erfolgreichste Sonderausstellung für das Smac, so Wolfram. Sie war vom 31. März bis 20. August zu sehen. In Zukunft sollten Sonderausstellungen aber auf den Herbst und Winter gelegt werden, wenn sich das Wetter besser für einen Museumsbesuch eigne. Das sei mit der Vietnam-Schau nicht möglich gewesen, weil sie auch in weiteren Museen gezeigt wird und man dadurch nicht frei in der Terminwahl gewesen sei, erklärte Wolfram weiter. "Sonst hätten wir 10.000 Besucher mehr haben können."

Das beste Jahr für das Museum war bisher 2015. Insgesamt 73.000 Besucher wollten das Haus damals sehen. Es war im Mai 2014 eröffnet worden. Die anfänglich hohen Zahlen sind allerdings mit einem "Eröffnungshype" zu erklären.

Noch bis 21. Mai läuft im Museum die Ausstellung "Tod und Ritual", die allein in den ersten zwei Wochen 2500 Besucher angelockt habe. Im September wird dann "Sachsen - Böhmen. So nah, so fern" eröffnen. Die Ausstellung werde von der Vorgeschichte bis zur Gegenwart die Beziehungen der beiden Regionen beleuchten. Vor allem werde man den Fokus nicht auf die großen Männer der Geschichte, sondern auf die Protagonisten der zweiten Reihe, wie Handwerker, Gelehrte, Künstler und Frauen legen, erklärte Doreen Mölders, die mit der Organisation der Ausstellung betraut ist. Begleitend soll zudem eine komplett virtuelle Ausstellung entstehen, vor allem für Jugendliche.

Auch am Stadtjubiläum beteiligt sich das Archäologiemuseum. Unter anderem werden ab April in der Dauerausstellung jene Exponate markiert, die bei Ausgrabungen in Chemnitz gefunden wurden. Außerdem ist zwischen Mai und September eine Vortragsreihe zur Klosterforschung geplant, ausgehend vom Kloster St. Marien auf dem Schloßberg, der Keimzelle von Chemnitz.

Da Museumsleute lange im Voraus planen, arbeitet Sabine Wolfram derzeit auch an einer Sonderausstellung zum Leben am Toten Meer für Herbst 2019. Da ähnliche Schauen auch in Frankfurt und Israel vorbereitet werden, findet vom 21. bis 24.Februar eine Fachtagung zu diesem Thema im Smac statt. Dazu werden bis zu 150 Experten aus Israel, England, Dänemark, Belgien, der Schweiz, Ungarn und Griechenland erwartet.

 
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