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Die Polizei prüfte in der Nacht, ob sich der Gesuchte im Postgebäude von Limbach-Oberfrohna verschanzt hat. Das erwies sich als Trugschluss. Die Polizei prüfte in der Nacht, ob sich der Gesuchte im Postgebäude von Limbach-Oberfrohna verschanzt hat. Das erwies sich als Trugschluss.

Foto: Ralph Köhler

Mutmaßlich bewaffneter Mann soll sich außerhalb von Sachsen aufhalten

Wo steckt Hardy Georgi? Ein Hinweis auf das Postgebäude in Limbach-Oberfrohna erwies sich als Schlag ins Wasser.

erschienen am 13.06.2018

Chemnitz/Limbach-Oberfrohna/Hartmannsdorf. Update 16.00 Uhr: Der mutmaßlich bewaffnete Hardy Georgi befindet sich Hinweisen der Polizei zufolge außerhalb von Sachsen. Bis Mittwoch gingen bei der Polizei 15 Hinweise zur Flucht des Tatverdächtigen ein, teilte die Polizei am Mittwochnachmittag mit. "Es gibt derzeit ermittlungstaktische Gründe, die dagegen sprechen, nähere Informationen zu geben", sagte der Polizeisprecher Andrzej Rydzik. Alle Hinweise zum Aufenthalt des Tatverdächtigen wurden geprüft. Bisher konnte der 29-Jährige nicht gestellt werden.

Die Polizei hofft weiter auf Zeugenhinweise. Das teilte Polizeihauptkommissarin Jana Ulbricht am Mittwochmorgen mit. Der 29-Jährige wird im Raum Chemnitz/Limbach-Oberfrohna vermutet. Die Ermittlungen dauern an.

An den Schulen in Limbach-Oberfrohna lief der Unterricht am Mittwoch normal - auch an der Grundschule Pleißa. Diese befindet sich unweit des Hauses, in dem die Ex-Freundin des Gesuchten und ihre Familie lebte, bevor sie von der Polizei an einen sicheren Ort gebracht wurden. Schulleiterin Heike Wolfram widersprach Gerüchten, dass es den Eltern freigestellt werde, ob sie ihre Kinder zur Schule schicken. Wolfram empfiehlt den Eltern aber, ihre Kinder "vorerst auf dem Weg zur Schule zu begleiten bzw. für eine Begleitung Sorge zu tragen", wie sie auf der Homepage der Schule schrieb. 

Im Verlauf der Nacht zum Mittwoch seien etwa ein Dutzend Hinweise eingegangen, so Polizeihauptkommissarin Ulbricht. Diese wurden geprüft, haben jedoch nicht zum Gesuchten geführt. Derzeit seien Beamte an möglichen Anlaufpunkten des Gesuchten präsent. Sollten entsprechende Hinweise eingehen, werde die Suche fortgesetzt. Eine Suche ohne konkrete Anhaltspunkte sei nicht zielführend, sagt Ulbricht. Im Einsatz sind Beamte der Polizeidirektion Chemnitz sowie Zwickau und der Bereitschaftspolizei. Es wird noch einmal an den Gesuchten appelliert, sich bei der Polizei zu melden. Eine mögliche Verletzung, die sich Hardy Georgi am Sonntag zugezogen haben könnte, konnte die Polizei weder bestätigen noch dementieren.

Vermutungen, der seit Sonntag gesuchte 29-Jährige könnte sich im Postgebäude von Limbach-Oberfrohna aufhalten, erwiesen sich in der Nacht zu Mittwoch als Schlag ins Wasser. Bei einem Zugriff von Spezialeinsatzkräften des Landeskriminalamtes Sachsen am Mittwoch kurz nach Mitternacht wurde der Mann nicht gefunden und bleibt untergetaucht.

Von Dienstag auf Mittwoch waren insgesamt rund 350 Einsatzkräfte beteiligt. Nachdem am Dienstag nach einem Hinweis bereits ein Waldstück in Pleißa von Polizisten durchkämmt worden war, folgte am Abend der nächste Einsatz in der Innenstadt von Limbach-Oberfrohna. Dort sollte Georgi gesehen worden sein. Gegen 0.30 Uhr verschafften sich Spezialeinsatzkräfte Zutritt ins Postgebäude. Gut eine Stunde später war klar: Georgi ist nicht im Gebäude.

Gesucht: Hardy Georgi.

Foto: Polizei

Die Polizei ist seit April mit dem Mann befasst. Es habe mehrfach Anzeigen wegen Bedrohung gegeben. Am Sonntagmorgen sei es erneut zu einer Konfrontation gekommen. Die Ex-Freundin und deren Familie wurde vorsorglich an einen sicheren Ort gebracht. Als Mitglied in einem Schützenverein soll der Gesuchte Zugriff auf Waffen gehabt haben. In der Wohnung des 29-Jährigen seien keine gefunden worden, so die Polizei weiter. Aber: Im Schrank des Schützenvereins fehlt eine Waffe, bestätigt die Polizei.

Die Beamten bitten daher weiter um Hinweise: Wer den 29-Jährigen sieht, sollte den Notruf 110 wählen oder sich unter Telefon 0371 3873448 an die Chemnitzer Kriminalpolizei wenden. (fp)

 
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