Nach Beißattacken in Chemnitz: Hunde auf dem Sonnenberg beschlagnahmt

Polizei und Ordnungsamt haben am Dienstagnachmittag im Stadtteil Sonnenberg zwei als gefährlich eingestufte Hunde beschlagnahmt. Beide Tiere hatten in den vergangenen Tagen Passanten attackiert und auch gebissen. Die Tiere lebten in der Nähe einer Kindertagesstätte, die sich an der Tschaikowskistraße befindet. Beide Hunde wurden dem Tierheim übergeben. Gegen die Halterin der Hunde sei ein Ordnungsverfahren eingeleitet worden, teilte die Stadtverwaltung mit.

Vor drei Wochen war der Vater eines vierjährigen Jungen von einem der Hunde angegriffen worden, nachdem er seinen Sohn von der Kita abgeholt hatte. Die Halterin sei bei dem Angriff dabei gewesen und habe es nicht geschafft, den freilaufenden Hund unter Kontrolle zu bringen. Das Tier hatte es laut Aussage des 32-jährigen Mannes zuerst auf seinen Sohn abgesehen. Dem Vater war es jedoch gelungen, das Kind zu schützen, indem er es auf den Arm genommen hatte. Dabei hatte der Mann Bisswunden erlitten und musste im Krankenhaus behandelt werden. Die Halterin der Hunde habe sich laut Aussage des Mannes nicht um ihn gekümmert, nachdem er gebissen worden war und sei stattdessen mit den Tieren schnell in einem Hauseingang verschwunden. Das Biss-Opfer hatte der Stadt vorgeworfen, sich nicht um das Hundeproblem zu kümmern, das schon lange bekannt gewesen sei.

Auch ein weiteres Problem ist von der Kommune beseitigt worden. Ein an die Kita angrenzendes Areal, das bislang als Hundewiese genutzt werden durfte, wird von der GGG als Grundstückseigentümerin nun wieder als herkömmliche Wiese deklariert. Die Schilder mit dem Verweis auf die Hundewiese wurden entfernt. In unmittelbarer Nähe der Kita und der ehemaligen Hundewiese befindet sich außerdem ein Spielplatz. Eltern hatten immer wieder kritisiert, dass Handlungsbedarf besteht. Bereits in den vergangenen Jahren hatte es in der Nähe der Kita immer wieder Angriffe von Hunden auf Passanten gegeben. Mitte 2017 seien zwei Fälle angezeigt worden. Die Polizei habe daraufhin laut eigener Aussage die Kommune gebeten, den Halter der Hunde zu überprüfen. Auch in den Jahren zuvor waren bereits mehrere Fälle von Hundeangriffen angezeigt worden.

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