Nach Demo für bessere Haftbedingungen: Veranstalter wirft Polizei Gewalt vor

Zehn Demonstranten sollen verletzt worden sein - unter ihnen ein Blinder

Chemnitz.

Beteiligte der Demonstration für bessere Haftbedingungen von Gefangenen werfen der Polizei vor, mit unangemessener Gewalt gegen einige Teilnehmer vorgegangen zu sein. Bei der Konfrontation am Sonntag soll es mehr als zehn Verletzte unter den Demonstranten gegeben haben, erklärte gestern die "Freie Arbeiter-Union" (FAU), eine Vereinigung aus Dresden, die sich an der Demonstration beteiligte. Die Polizei hingegen spricht ausschließlich von zwei verletzten Beamten, die angegriffen worden seien.

Nachdem die Demo für beendet erklärt worden war, kam es zu einer Polizeikontrolle auf der Reichenhainer Straße. Laut Aussagen der Polizei hatten die Beamten ein Fahrzeug angehalten, da einer der Insassen einen Nebeltopf gezündet haben soll. 41 Demonstranten, die sich auf dem Weg in die Innenstadt begeben hatten, seien herbeigeeilt und hätten versucht, die Kontrolle zu stören. Laut Aussagen der FAU sind die Beamten ohne Vorwarnung mit Schlägen und Tritten gegen die Unterstützer vorgegangen, die die Polizeikontrolle ausschließlich als Zeugen beobachten wollten. Mehrere Personen seien von den Polizeikräften immer wieder auf den Kopf geschlagen worden. Gegen 17 Uhr sei es in Höhe der Rosenbergstraße zu einem weiteren Vorfall gekommen. Ohne erkennbaren Grund hätten die Beamten einen weitgehend blinden Mann überwältigt und für Minuten auf ihn eingeschlagen. Passanten, die dem Mann helfen wollten, seien ebenfalls von Beamten angegriffen worden.

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