Nach Sex-Attacken in Limbach-Oberfrohna: Jugendlicher zu Haftstrafe verurteilt

Im Prozess um die Sex-Attacken in Limbach-Oberfrohna im vergangenen Sommer ist ein Urteil gefallen. Das Jugendschöffengericht am Amtsgericht Hohenstein-Ernstthal hat einen 17-jährigen Jugendlichen am Donnerstag wegen sexueller Nötigung und Körperverletzung zu einer Haftstrafe verurteilt. Falls das Urteil rechtskräftig wird, wird der unbegleitete Flüchtling in ein Jugendgefängnis gebracht. Das teilte ein Gerichtssprecher mit. Weitere Fragen etwa zur Länge der Jugendstrafe beantwortete er aus Gründen des Jugendschutzes nicht. Wegen des Alters des Angeklagten fand die Verhandlung unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Jugendliche mehrere Frauen umklammert und unsittlich berührt hat. Die Opfer, von denen die meisten bei der Verhandlung als Zeugin auftraten, hatten berichtet, der Täter habe sich oft von hinten genähert. In einigen Fällen wurden die Frauen sogar zu Boden gerissen. Die Sex-Attacken dauerten meist nur wenige Sekunden; als sich die Frauen wehrten und lautstark um Hilfe riefen, ließ der Täter von ihnen ab und flüchtete. Die meisten Vorfälle fanden bei Tageslicht unter freiem Himmel statt, etwa im Gebiet der Limbacher Teiche, des Stadtparks und des Hohen Hains. Die Vorfälle hatten in Limbach-Oberfrohna für viel Aufsehen und Verunsicherung geführt. (jop)

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