Nach Unwetter Straßen überflutet

Ein kurzer starker Regenschauer hat Geröll von einer Baustelle ins Zentrum von Penig gespült. Betroffen war auch ein Geschäft mit Filialen.

Penig/Lunzenau.

Kurzes Gewitter, heftige Folgen: Regen und Hagel haben gestern Mittag zu Überschwemmungen im Peniger Zentrum geführt. Kurzzeitig standen mehrere Straßen unter Wasser, Keller liefen voll. Die Freiwillige Feuerwehr Penig war mehrere Stunden im Einsatz. Die Schadenssumme stand gestern noch nicht fest.

Gegen 12.15 Uhr setzte starker Regen ein. Wasser schoss die Chemnitzer Straße hinab, führte Schotter und Sand von der dortigen Baustelle mit sich. Das Geröll verstopfte laut Penigs Wehrleiter Thomas Cramer mehrere Gullys, wodurch das Wasser nicht mehr abfließen konnte. "Dadurch wurden der Markt und angrenzende Bereiche unter Wasser gesetzt", so Cramer. Betroffen gewesen seien schwerpunktmäßig das Grundstück Markt 1 und das Eckgrundstück Brückenstraße/Badergasse. Auch auf der Lunzenauer Straße hätte kurz etwa ein halber Meter Wasser gestanden. Mehrere Keller im Stadtgebiet liefen voll Wasser.

Die Feuerwehren aus Penig, Chursdorf und Arnsdorf waren mit rund 30 Einsatzkräften vor Ort. "Wir haben die Abflüsse vom Dreck befreit, damit sie bei einem erneuten Regenschauer wieder Wasser aufnehmen können", so der Wehrleiter.

Völlig überrascht von Starkregen und Hagel wurden auch die Mitarbeiter des Rathauses in Penig. "Es ging so schnell, mit einem Schlag wurde es finster und plötzlich kam ein Mitarbeiter und sagte, da kommt viel Wasser", so Ordnungsamtsleiter Gert Benndorf. Auch in den Keller des Rathauses war Wasser gelaufen.

In welchem Ausmaß durch das Wasser Schäden auf der Baustelle auf der Chemnitzer Straße verursacht wurden, ist laut dem zuständigen Landratsamt noch nicht geklärt. "Wir müssen uns zunächst einen Überblick verschaffen", so Kreissprecher André Kaiser.

Wegen des Regens hat die Bäckerei Stölzel Filialen geschlossen. "Unsere Läden am Markt sowie im Netto-Markt in Penig sind im Moment zu", sagte gegen 14 Uhr Geschäftsführer Karsten Stölzel. Im Einkaufsmarkt an der Altenburger Straße in Lunzenau sorgte das Unwetter ebenfalls für Schäden. Nach Auskunft von Mitarbeiterinnen sei Wasser durch das Dach eingedrungen. Dabei wurden Lampen beschädigt und Deckenplatten aufgeweicht. Waren zum Verkauf seien nicht beschädigt worden. Eine Elektrikerfirma sei gestern zur Reparatur gekommen. Die Vermieterin habe die Schäden begutachtet. Der Markt sei drei Stunden geschlossen gewesen.

Im knapp zehn Kilometer entfernten Burgstädt und in Mühlau richtete das Unwetter kaum Schäden an. "Wir mussten nicht einmal ausrücken", sagt Burgstädts Stadtwehrleiter Thomas Döring. Aber das Grollen des Gewitters war bis in die Abendstunden zu hören. (mit bp/bj)

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