OB-Wahl in Chemnitz: Klarer Wahlsieg für Barbara Ludwig

Stadtoberhaupt ist für weitere sieben Jahre im Amt bestätigt - Auch der Wahlverlierer konnte dem Ergebnis Positives abgewinnen

25Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.

  • 2
    1
    02.07.2013

    Zunächst mal hätten die Kandidaten, welche im zweiten Wahlgang den Rückzieher gemacht haben, wieder antreten müssen. Ein Teil der Wähler hat ganz sicher das Lager gewechselt. Entweder man kandidiert und und hat den Arsch in der Hose um das Ding durchzuziehen, oder man lässt es von vornherein bleiben. Für mich hat das ganze den Geschmack von "Sockenpuppen". Das als erstes. Desweiteren bin ich mir sicher, bei der Fortsetzung der Städtischen Poilitik in dieser Form haben wir in 7 Jahren noch weniger Jugendliche, noch mehr resignierte Nichtwähler, vergammelte Sportstätten, Firmen die sich lieber wirtschaftsfreundlicher Standorte im Umland suchen sowie Museen (welche vermutlich halbtags geöffnet haben) in dieser Stadt.

  • 1
    3
    PeKa
    02.07.2013

    KCer ordnet mich in die linke Ecke ein. Drei Beiträge weiter vorn meint IngoMueller, ich sei rechts, ja sogar rechtsextrem. Meine Damen und Herren, es wäre nett, wenn Sie sich mal einigen könnten.

  • 5
    1
    gelöschter Nutzer
    01.07.2013

    @IngoMueller: Ein Wahlzwang ist eine reaktionäre Forderung. Wenn einem was nicht passt, wenn die Leute nicht freiwillig tun, was einem selbst richtig erscheint, dann sollen sie per Gewalt dazu gebracht werden. Hat man ja jahrzehntelang im Marxismus gesehen. Da wurden sogar Senile und Behinderte zur Stimmabgabe gezwungen, während politische Gefangene gar nicht wählen durften. Hauptsache 100% Ja-Stimmen.

    So, das war mein Beitrag zur Bildung gegen links!

  • 4
    2
    gelöschter Nutzer
    01.07.2013

    @ballfreund: Dem stimme ich zu. Ein Wahlgang sollte reichen.
    @IngoMueller: Peka hier Rechtsextremismus zu unterstellen weil er für eine Wahlpflicht ist, ist mit Verlaub, eine ziemlich lächerliche Argumentation. Sie sollten das noch einmal überdenken, um auch in Zukunft ernst genommen zu werden.

  • 7
    3
    KalorienTierchen
    01.07.2013

    @IngoMueller:

    Jemanden der für eine Wahlpflicht ist gleich als Rechtsextrem zu bezeichnen ist einfach dumm und unreif. Es gibt auch bei der Wahlpflicht pro und kontra.

    Die geringe Beteiligung in Chemnitz spiegelt ziemlich gut wider was die Bürger von der Politik halten, nicht viel. Ob mit Wahlpflicht diese Politik-Verdrossenheit ein Ende hätte kann man nicht so einfach beantworten. Besser wäre eine stärkere Bürgerbeteiligung bei den Entscheidungen die getroffen werden, um Vertrauen zu schaffen.

  • 2
    9
    01.07.2013

    PeKa: Ein Wahlzwang ist eine reaktionäre Forderung. Wenn einem was nicht passt, wenn die Leute nicht freiwillig tun, was einem selbst richtig erscheint, dann sollen sie per Gewalt dazu gebracht werden. Und du willst gegen "rechts" sein. Du bist rechts, sogar rechtsextrem.

    Nebenbei: In allen freiheitlich-demokratischen Ländern, in denen es eine "Wahlpflicht" gibt, ist sie nur eine Formalie, die entweder gar nicht durchgesetzt wird (wie im von dir genannten Belgien) oder als Ordnungswidrigkeit ähnlich wie Falschparken geahndet wird.

    So, das war mein Beitrag zur Bildung gegen rechts!

  • 4
    4
    01.07.2013

    ich wäre durchaus für eine Änderung im Wahlrecht.
    Ich war auch nur einmal wählen. Warum hätte ich ein zweites Mal gehen sollen?
    Aus dem Ergebnis der ersten Wahl ist doch eindeutlig hervorgegngen, wer die nächsten 7 Jahre Bürgermeister wird.
    Ich vermute, so ging es einigen der Wähler.

  • 4
    1
    Ballfreund
    01.07.2013

    @PeKa: Eine Wahlpflicht wäre aus meiner Sicht höchst kontraproduktiv. Denn damit zwingt man einen guten Teil Wutbürger an die Urne, die dann nur den äußeren politischen Rand bedienenwürden. Wäre zumindest meine Vermutung. Als ersten Schritt würde ich in Sachsen die kommunalen Wahlgesetze dahingehend ändern, dass stets die einfach Mehrheit für den OB zählt. Allein mit solchen (sinnlosen) zweiten Wahlgängen wie gestern sorgt man nur noch für mehr Politikverdrossenheit.

  • 6
    2
    01.07.2013

    Bei einer Personenwahl gewinnt der Kandidat (Kanditatin) mit den meisten stimmen. Und da hat Frau Ludwig mit 40.500 Stimmen mit Abstand die meisten erhalten. Das sind trotz niedriger Wahlbeteiligung auch nochmal 2.500 Stimmen mehr als bei der ersten Wahl. Worüber diskutieren wir hier eigentlich? Selbstverständlich ist Frau Ludwig damit als OB und Vertreterin der Chemnitzer Bürger legitimiert. Wer denn sonst?

    Und Nichtwähler haben überhaupt garnichts gewonnen, außer den Verzicht, ihre Stimme abzugeben und eine freies Wochenende vielleicht.

    Der nette Herr Kohlmann hat diesmal übrigens stattliche 1.000 Stimmen weniger bekommen. Auch ein Ergebnis dieser Wahl.

  • 7
    5
    KarlMarx
    01.07.2013

    @PeKa: Ein sehr guter Beitrag! Traurig und unfassbar, dass es solche Leute wie Martin Kohlmann in Deutschland noch gibt. Legitimiert ja, aber seine Verachtung darf man ja zum Glück noch frei kundtun. Besonders perfide ist, dass er mit "Pro Chemnitz" auf Dummenfang gehen wollte! Die 5,5% sind trotzdem noch beängstigend. Bedeutet es doch, dass man bei einem Gang durch die Stadt viele solcher Gestalten trifft. Ja, Herr Rutsatz wäre ein guter Mann für den Posten als OB gewesen. Unter den realistischen Kandidaten hat aber zum Glück die Richtige gewonnen. Es wäre doch äußerst unschön, wenn dieser Ralph Burghart OB geworden wäre.

  • 11
    3
    PeKa
    01.07.2013

    Die Rechten haben sich sicher eingebildet, Martin Kohlamnn würde 20 Prozent bekommen oder sogar mehr. Vor allem würde mich mal interessieren, wie das soziale Profil seiner Wähler aussieht, nicht nur, wieviele Ganzkörpertätowierte es unter ihnen gibt, sondern wie hoch bzw. wie gering der Anteil von Akademikern ist, die ihn gewählt haben.

    Ballfreund, das sogenannte linke Lager, das man erst mal korrekt definieren müsste, hat mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit gestern die Babalu gewählt nach dem Grundsatz "Wenn wir schon zwischen mehreren Übeln wählen müssen, dann entscheiden wir uns für das geringste". Dem Herrn Rutsatz hätte ich persönlich auch mehr Stimmen gegönnt. Mit ihm hätte Chemnitz endlich mal einen OB gehabt, der die Sorgen und Nöte von Behinderten und sozial angeschlagenen Menschen kennt und vielleicht auf sie eingegangen wäre, denn er steht ja der Volkssolidarität vor, die sich vorrangig um solche Gruppierungen kümmert.

    Die niedrige Wahlbeteiligung ist eine Katastrophe. Eine Wahlpflicht müsste her. Das Argument, Wahlpflicht sei eine Eigenschaft von Diktaturen, lässt sich schnell mit dem Hinweis auf gestandene Demokratien wie z.B. Belgien widerlegen, die auch Wahlpflicht haben.

  • 3
    5
    Luzifer
    01.07.2013

    Glückwunsch an die ehemalige DDR Erzieherin und Lehrerin. Auch wenn es mangels bekannter Alternativen und einer unterirdischen Wahlbeteiligung ebenso wenig zu feiern gibt wie durch erreichte Ergebnisse Ihrer letzten Legislatur. Aber Gott sei Dank hat sie wieder 7 Jahre geschafft.

  • 5
    4
    safego
    01.07.2013

    Dass die Wahlbeteiligung deutlich sinkt, ist ja kein Wunder - wer ohnehin keine Chance mehr sieht, einen Kandidaten (hier Frau Ludwig) zu verhindern, bleibt halt zu Hause.

  • 7
    6
    gelöschter Nutzer
    01.07.2013

    31,75 Prozent Wahlbeteiligung - Kann man da überhaupt von einem Wahlsieg sprechen?
    Die Partei der Nichtwähler hat hier eindeutig gewonnen und die Politik im Allgemeinen auf ganzer Linie verloren!

  • 9
    3
    01.07.2013

    Ja lieber Hamburger, rumgemault ist schnell. Aber (selbst?) mal was sinnvolles beitragen, das wirds dann schon schwierig, oder?!

  • 7
    6
    Ballfreund
    01.07.2013

    Tja, man dreht es eben, wie man es braucht, nicht wahr PeKa? Rutsatz ist mit dem klaren Vorhaben angetreten, vor Kohlmann einkommen zu wollen und erklärte öffentlich, darauf zu setzen, dass er für sein Vorhaben nun Stimmen von "den linken Partnern" (so Rutsatz wörtlich) der Grünen und Linken bekommen würde, da deren Kandidaten nicht mehr antreten. Wie man sieht, hat sich da nun das linke Lager nicht gerade mit "Ruhm bekleckert", um mal ihr Posting zu zitieren. Glückwunsch an Frau Ludwig zum Wahlsieg!

  • 10
    3
    01.07.2013

    Das Hamburger Seelchen sollte nicht verzweifeln, denn es liegt an der Jugend selbst die nicht wählen geht. Da hält sich mein Mitleid stark in Grenzen! Da ich in der Nähe eines Wahllokales wohne, sehe ich, dass die älteren ihr Recht sehr wohl wahrnehmen, trotz Gehbehinderung. Ja, wir waren 1989 auch mal auf die Straße gegangen um für freie Wahlen zu kämpfen. Doch wo kein Event ist, dort sucht man den großen Teil der Jugend vergeblich. Wer nicht wählt braucht auch nicht jammern!

  • 5
    8
    01.07.2013

    Wahlen mit einer solch lächerlichen Beteiligung sollten eigentlich ungültig sein...

    Was sind denn 63,8% bei nur 31,75% Beteiligung? Das ist gar nichts! Das ist nur ein reichliches Sechstel der Wahlberechtigten und somit ein reales Ergebnis von unter 20%.
    Und das nennt man dann Demokratie und legitimierte MEHRheit? So ein Quark.

    Nur können die Kandidaten dafür freilich nur wenig - ein Volk, das sich nicht für seine Politik interessiert, das hat auch nichts anderes verdient als von Minderheiten regiert zu werden.

    Andererseits:
    Typen wie Kohlmann wären mit Sicherheit die schlechtere Wahl gewesen...einen früheren REP als OB kann ich mir nur schlecht vorstellen. Da wäre Chemnitz zum Aschenputtel-Image nämlich auch noch Nazi-Image sicher - und unser Ruf in Deutschland ist sowieso schon kein besonders guter.

  • 9
    3
    torschro
    30.06.2013

    was soll das Geschrei? mangels Alternativen immer noch die beste Wahl!

  • 6
    8
    MMH
    30.06.2013

    Letztlich ist Ludwig ja noch nicht mal von 20% der Chemnitzer als OB gewollt. Leider ließ aber das Demokratieverständnis einiger Mitbewerber auch derart zu wünschen übrig, dass sie im 2. Wahlgang vor der Amtsinhaberin regelrecht kapitulierten... Wo die Wähler herkommen? Wieviele Wähler passen ins 40 Mio-Stadion? 35k? Noch Fragen? Wer Fußball über das Wohl der Stadt stellt, scheint in Summe ja doch vom Wahlvolk gesegnet zu werden. Armes Chemnitz.

  • 4
    8
    30.06.2013

    Peka: Lebst du in einem Paralleluniversum? Kohlmann hat am 16. Juni 5,6% und heute 5,5% bekommen - und das bei einer Wahl, bei der es für einen Vertreter einer kleinen Gruppierung nichts zu gewinnen gibt. Und trotzdem wählen über 1% mehr als bei der Stadtratswahl. FDP abgekackt und Rutsatz selbst im 2. Wahlgang deutlich hinter sich gelassen, obwohl mit dem Rückzug von Runkel und Zschocke genug Wählerpotenzial freigemacht wurde. Du solltest den Tatsachen ins Auge blicken: Chemnitz hat eine fest verankerte, moderne rechtskonservative Kraft.

  • 1
    7
    gelöschter Nutzer
    30.06.2013

    Der sympathischste Kandidat war noch dieser Fürsorglichkeitsopa mit seinen 4 Prozent. Aber ein Bürgermeister war der auch nicht. Egal: Das mit "Bach runter" dürfte stimmen - aber das wäre unter den anderen Kandidaten auch so gekommen.

  • 11
    5
    PeKa
    30.06.2013

    Na da haben sich ja die Chemnitzer Nationalhelden mit ihren 5,5 Prozent für Kohlmann nicht gerade mit Ruhm bekleckert.

  • 7
    11
    30.06.2013

    Barbara Ludwig? Nicht meine Oberbürgermeisterin!

  • 8
    12
    30.06.2013

    Juchu, Chemnitz wird noch weiter den Bach runter gehen. Chemnitz hat doch jegliche Realität verloren. Die Jugend wird es unter der Leitung definitiv nicht mehr länger hier halten. Wie sie zu diesen Wahlergebnis gekommen ist, bleibt wohl fraglich.



Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
Mehr erfahren Sie hier...