Rathaus stoppt Abriss von Kulturdenkmal

Eigentlich sollten noch diese Woche die Bagger rollen. Das wird wohl nicht passieren. Dafür hat die Stadt einen ersten Schritt zu einem möglichen Erhalt eingeleitet.

11Kommentare
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  • 1
    1
    Hinterfragt
    15.02.2018

    @bürgerenergie; "...An exponierter Stelle stehen auch - nur ein kleiner Auszug: ..."

    Eben, warum hat die Stadt bei diesen Problemobjekten "Skrupel" die Initiative zu ergreifen und sich durchzusetzen?
    Bei privat sanierten Gebäuden hat man doch auch keine Skrupel dem Eigentümer des "städtischen Willen" aufzuzwingen!
    Beispiel: Hausgiebel welcher mit einer Werbung versehen werden sollte.
    https://goo.gl/Pukp1Y

  • 2
    1
    bürgerenergie
    15.02.2018

    @Hinterfragt: Ja, genau deshalb habe ich eine kritische Anfrage auch ausdrücklich begrüßt. Und wenn Sie von "Wenn ICH als Stadtrat ..." schreiben, dann empfehle ich Ihnen wie vielen anderen eben genau solch ein Engagement. Die nächste Kommunalwahl ist schon im kommenden Jahr.
    Ansonsten: An exponierter Stelle stehen auch - nur ein kleiner Auszug: Talsperre Euba, Freibad Erfenschlag, Haus Einheit, Schützenhaus Siegmar u.v.a.m. ...

  • 7
    4
    Hinterfragt
    14.02.2018

    @bürgerenergie; Das hat nichts mit Bashing zu tun.
    Wenn ich als Stadtrat durch die Stadt gehe oder fahre sehe ich doch solche Problembauten, oder etwa nicht.
    Was hindert einen Stadtrat daran, auf der nächsten Stadtratssitzung auf diese Sachen aufmerksam zu machen und das zur Not immer wieder?

    Und gerade dieses Objekt steht an exponierter Stelle und nicht in einer hinterverwinkelten Nebengasse.

  • 7
    1
    bürgerenergie
    14.02.2018

    @Hinterfragt: Die "Zuspitzung" der Situation ist bekannt geworden, indem die beabsichtigten Abrissarbeiten durch die Verwaltung bekannt gegeben worden sind. Kenntnis zum Objekt hatten viele mit Sicherheit bereits zuvor - wie zu vielen anderen Denkmalen und etlichen anderen Themen auch. Ich denke, mit Stadträte-Bashing kommen wir im Sinne des Denkmalerhalts nicht weiter. Mit fairer, kritischer Nachfrage, ob darauf genug Fokus liegt, aber sicher schon ...

  • 6
    5
    Hinterfragt
    14.02.2018

    @bürgerenergie, "...erst in der letzten Woche auch den Stadträten bekannt geworden ist..."

    wenn dem so ist, lässt das tief in die Arbeit und das Interesse der Stadträte für/ an Chemnitz blicken...

  • 2
    1
    bürgerenergie
    14.02.2018

    @cn3: In der Stadratssitzung hat das niemand begründet, da die Zuspitzung um das seit Jahren in öffentlicher Hand (!) des Freistaates verrottende Denkmal erst in der letzten Woche auch den Stadträten bekannt geworden ist. Eine Begründung der Linken kenne ich aber auch nicht.

    Im Übrigen: Ich denke, dass die Menschen in unserer Stadt mit jedem der das öffentliche Bild so stark prägenden, wunderschönen Bauwerke ein Stück positiver Identifikation (wieder)gewinnen können. Ein Gut, das wir mehr als anderswo gebrauchen können, und für das wir aber auch mehr als anderswo "Quellen" haben.

  • 9
    0
    hkremss
    14.02.2018

    @cn3boj00: "Eine Ruine aber bleibt eine Ruine, auch wenn man ihr ne Eule draufklebt." - Das ist sicherlich richtig, aber wir haben gerade in Chemnitz die Situation, dass in den letzten 25 Jahren zu viele "Ruinen" abgerissen wurden, deren Lücken heute das Stadtbild entstellen und für die sich in den letzten Jahren vielleicht auch ein Investor gefunden hätte. Neefestraße 83 ist eines der letzten prominenteren Beispiele. Es gibt genug belanglose Architektur in der Stadt und nicht alles ist erhaltenswert, aber gerade an den durch Krieg, DDR und Nachwendezeit schwer geschundenen Ausfallstraßen sollte man schon bis zur sprichwörtlich letzten Minute nach besseren Lösungen suchen, möglichst bevor die Bagger anrollen. Abgerissen ist es immer schnell, aber den fünfunddreißigsten Gebrauchtwagenhändler-Parkplatz an der Annaberger braucht kein Mensch. Es zeichnet sich ja hier eine viel bessere Lösung ab, also sollte man das versuchen.

  • 8
    3
    Blackadder
    14.02.2018

    @cn3 "Oder die ehemalige Audi-Zentrale an der Scheffelstraße. Eigentlich zu schön für den Abriss, aber auch kein schöner Anblick mehr. "

    Schade, dass Sie hier nicht informiert sind. Das Haus wurde von Herrn Sandro Schmalfuß gerettet und wird derzeit saniert. Er und Herr Fassmann sind übrigens beide diejenigen in Chemnitz, die beim Thema Denkmalschutz nicht nur reden, sondern auch ganz viel machen. Im Hintergrund.

    Hier war das schon mal Thema in der Freien Presse:

    https://www.freiepresse.de/LOKALES/CHEMNITZ/Industriebetrieb-zieht-in-alte-Auto-Union-artikel8725167.php#

  • 5
    8
    cn3boj00
    14.02.2018

    Ich habe dazu meine eigene Meinung. Chemnitz hat sehr viele schöne alte Häuser, die das Wort Kulturdenkmal verdienen. Eine Ruine aber bleibt eine Ruine, auch wenn man ihr ne Eule draufklebt. Was nützt es, wenn man so was auf Teufel komm raus als Ruine erhält und Geld zur Sicherung investiert? Wenn man keinen Plan hat, wie man das Ganze wiederherstellen und einer Nutzung zuführen kann, ist Abriss für mich allemal die bessere Lösung statt das ganze als Schandfleck zu erhalten. Nehmen wir doch die "Einheit" (zu DDR-Zeiten "Klubhaus Fritz Heckert") als weiteres Beispiel. Das einzige kulturelle an solchen Häusern ist doch, zu zeigen wie man in der DDR, aber auch nach 25 Jahren Einheit, Häuser dem Verfall preisgibt. Oder die ehemalige Audi-Zentrale an der Scheffelstraße. Eigentlich zu schön für den Abriss, aber auch kein schöner Anblick mehr.
    Natürlich, wenn man einen Investor findet sollte man das nutzen. Aber wie oft haben die schon was versprochen, und dann ist doch nichts passiert (siehe auch die genannten Beispiele).
    @acals: auf der offiziellen Webseite der Stadt Chemnitz kann man Stadtratssitzungen als Video anschauen. Hab ich diesmal nicht gemacht, deshalb weiß ich es nicht.

  • 8
    0
    acals
    14.02.2018

    Weiss evtl. jemand wie die linke Fraktion inhaltlich begründet hat warum abgerissen werden soll?

  • 9
    0
    fnor
    14.02.2018

    Was alles möglich ist, wenn man die Öffentlichkeit mit einbezieht und nicht nur im eigenen Saft schwimmt. Bleibt nur zu hoffen und zu wünschen, dass das Vorhaben erfolgreich ist.



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