Raub in der Innenstadt - Prozess am Landgericht

Mutmaßliches Opfer und ein Angeklagter verschwunden

In einer Verhandlung wegen schweren Raubes ist das Landgericht ausgebremst worden: Das Opfer war nicht erschienen und während einer Unterbrechung auch nicht durch die Polizei auffindbar. Und einer der beiden mutmaßlichen Täter sei bereits seit geraumer Zeit abgetaucht. Verhandelt wurde daher nur gegen den zweiten Tatverdächtigen, einen 27-jährigen Afghanen. Laut Anklage soll er gemeinsam mit einer anderen Person im Oktober 2016 das Opfer im Park der OdF überfallen haben. Während der mutmaßliche Mittäter den Geschädigten festgehalten habe, soll der Angeklagte ihm ein Messer an den Hals gehalten haben. Anschließend sollen sie auf den obdachlosen Mann eingeschlagen, seine Jacke zerschnitten sowie Handy und zwei Kopfhörer gestohlen haben. Das Opfer erlitt eine Platzwunde und einen abgebrochenen Schneidezahn.

Unmittelbar danach konnten die Täter nicht gestellt werden. Zwei Frauen, die das Opfer im Park gefunden hatten, wurden als Zeuginnen vernommen. Sie sagten aus, sie hätten zwei Männer wegrennen sehen, konnten sie aber aufgrund der Dunkelheit nicht näher beschreiben. Das Opfer selbst hatte die Täter gegenüber der Polizei nur vage als Südländer mit kurzen und langen Haaren beschrieben. Bei einer polizeilichen Gegenüberstellung habe er einen Angeklagten erkannt. Dieser bestreitet die Vorwürfe. Er sei zum Tatzeitpunkt nicht in Chemnitz gewesen. Die Polizei hatte bis zum Fortsetzungstermin am Donnerstag Zeit, den Geschädigten aufzuspüren.

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