Schlussspurt am Chemnitztal-Radweg

Ende des Jahres soll die Strecke Wittgensdorf- Markersdorf befahrbar sein. Trotzdem gibt es dort Baustellen bis 2018.

Wittgensdorf: Vergangene Woche wurde der Abschnitt zwischen Heinersdorfer Straße und Unterer Hauptstraße in Wittgensdorf freigegeben. Der 1,7 Kilometer lange und 2,50 Meter breite Abschnitt hat zwei Brücken, die für 175.000 Euro durch die Stadt Chemnitz umgebaut wurden. Restarbeiten erfolgten dieses Jahr über dem Ablaufgraben der Zentralen Kläranlage und dem Wittgensdorfer Bach.

Markersdorf-Kolonie (1): Alle Abbrucharbeiten an der Brücke über die Chemnitz sind abgeschlossen. Zurzeit werden Natursteinflächen gereinigt und der alte Fugenmörtel entfernt. Bei wärmerer Witterung können die Arbeiten am Natursteinmauerwerk ausgeführt werden. Mit den Schalarbeiten der neuen Fahrbahnplatte (Foto) ist begonnen worden. "Der Fertigstellung der Brücke im Sommer 2016 müsste gesichert sein", sagt Isabel Siebert vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr.

Köthensdorf-Reitzenhain (4): Alle Bauarbeiten an der Brücke über den Holzbach sind bis auf witterungsbedingt noch ausstehende Restarbeiten - beispielsweise Korrosionsschutz - abgeschlossen.

Auerswalde - Brücke (5): Die Stahlfachwerksanierung an der Brücke über die Chemnitz ist abgeschlossen. Die neue Fahrbahnplatte ist betoniert. Am nördlichen Widerlager ist das Böschungspflaster in Arbeit. Am südlichen Widerlager laufen Schal- und Bewehrungsarbeiten. Danach wird der Oberbau mit Frostschutz- sowie Asphalt-Trag- und -deckschicht aufgebracht. Bis Sommer soll die Brücke fertig sein.

Auerswalde - Tunnel (6): Der alte Schusterstein-Tunnel ist noch bis Ende April für alle Bauarbeiten zum Schutz der dort lebenden Fledermäuse gesperrt. Die Tunnelportale werden ab Ende März eingerüstet. Danach beginnen die Sanierungsarbeiten am Natursteinmauerwerk und an den Entwässerungseinrichtungen. Anschließend wird die Asphaltschicht aufgebracht. Gefährliche Böschungsabschnitte erhalten ein Geländer.

Auerswalde - Brücke (7): Die Stahlfachwerkssanierung an der Brücke über die Chemnitz ist abgeschlossen. Die neue Fahrbahnplatte ist betoniert worden. Anschließend kann die Asphaltschicht aufgetragen werden, sodass im Sommer die Brücke passierbar ist, sagt Siebert.

Auerswalde - Vorlandbrücke (8): Die neue Fahrbahnplatte über die sogenannte Vorlandbrücke über die Chemnitz ist betoniert worden. Auch die Abdichtung wurde aufgebracht. Mit dem Frühjahr sollen die Arbeiten zur Mauerwerkssanierung und die Reinigung der Gewölbeuntersichten erfolgen. Zum Abschluss kommt die Asphaltschicht und ist die Brücke voraussichtlich ab Sommer passierbar, fügt Siebert hinzu.

Zufahrt am Bahnhof Köthensdorf (9): Die Bauarbeiten können erst beginnen, wenn die Bauwerke 10 und 11 fertiggestellt sind, sagt die Sprecherin der Landesbehörde. Denn die Anlieger müssten im Notfall stets erreichbar sein. Eine Fertigstellung dieses Abschnitts, der aber nicht direkt Bestandteil des Radweges ist, könne nicht vor 2018 von der Behörde zugesichert werden.

Anbindung von Auerswalde (10, 11): Die Bauwerksentwürfe für die Anbindung des Radweges des Lichtenauer Ortsteils sind weitestgehend fertig, sagt Siebert. "Wenn sie bestätigt sind, kann die Ausschreibung der Bauleistungen erfolgen", ergänzt sie. Für dieses Jahr sind Wehrrückbauarbeiten vorgesehen. Weitere Arbeiten im Chemnitz-Fluss sind geplant. Die Durchgängigkeit des Flusses müsse ökologisch gesichert werden, so die Sprecherin. Auch die Unterbauten der beiden Bauwerke über die Chemnitz und den Auerswalder Dorfbach sollen dieses Jahr weitgehend beendet werden. Der Stahlbau an der Chemnitz-Brücke und der Wegebau nach Auerswalde erfolgen laut Siebert voraussichtlich 2017.

Markersdorf-Diethensdorf: Noch dieses Jahr könnte der nächste Abschnitt von Markersdorf bis Diethensdorf weitergebaut werden, sagt Radweg-Verbandschef Günter Hermsdorf. Der Ausbau der rund 2,2 Kilometer langen Strecke soll rund 2,58 Millionen Euro kosten.

Diethensdorf-Wechselburg: Für die Weiterführung bis Göritzhain könnte dieses Jahr die Planung beginnen, sagt Hermsdorf. Dafür würden 13.000 Euro in den Haushaltsplan des Zweckverbandes für 2016 eingestellt. Wann und wie es weitergeht, stehe noch nicht fest.

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