So soll der neue Getreidemarkt aussehen

Der Anwohner-Parkplatz zwischen Jugendherberge und Jakobikirche wird ab nächstem Jahr bebaut. Die Autos sollen weg - klar scheint auch, wohin.

Das Areal zwischen Börnichsgasse und Lohstraße ist eines der letzten unbebauten Grundstücke im inneren Stadtring. Die Fläche gehörte bis Mitte des Jahres der städtischen Wohnungsgesellschaft GGG. Im Herbst 2015 hatten das Unternehmen und die Stadtverwaltung ein sogenanntes Bieterverfahren gestartet, um Investoren für eine Bebauung zu finden. Zehn Interessenten nahmen daran teil, am Ende entschied man sich für einen Immobilienentwickler aus Thüringen. Im Mai verkündete die GGG den Verkauf des Areals, das so groß ist wie ein Fußballfeld.

Mittlerweile sind die ersten Verhandlungen zwischen Investor und Baudezernat abgeschlossen. Baubürgermeister Michael Stötzer (Grüne) präsentierte der Öffentlichkeit nun die ersten Entwürfe des Neubauvorhabens: Die sehen insgesamt drei neue Bauwerke vor, in sich gegliedert und bis zu sechs Geschosse hoch. In den Gebäuden sollen Wohnungen und Büros entstehen sowie im Erdgeschoss Läden und Restaurants. Ziel des Investors sei es, so Stötzer, im ersten Quartal nächsten Jahres den Bauantrag einzureichen. Theoretisch wäre ein Baustart noch im Jahr 2017 möglich.

Derweil scheint man sich auch geeinigt zu haben, was aus den rund 200 Stellplätzen werden soll, die sich derzeit noch auf dem Areal befinden und die vor allem von den Anwohnern der umliegenden Wohnhäuser genutzt werden. Wie Bürgermeister Stötzer sagte, plane der Investor unter den Neubauten die Errichtung einer Tiefgarage.

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7Kommentare
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  • 1
    1
    WolfgangPetry
    11.10.2016

    Ja Interessierte, es ist eine Frechheit, Dinge kommen und gehen, so auch wir selbst, akzeptieren Sie es, denn es wird sich nicht ändern. Wer alles so konservieren will wie es um 1980 herum war wird irgendwann scheitern. Andere Frage: was haben Sie davon wenn irgendwo ein Haus nicht gebaut wird? Befriedigung?

  • 1
    2
    Interessierte
    10.10.2016

    Das ist eine ausgesprochene "Frechheit" , dass dort gebaut wird , man sollte mal dorthin gehen oder sich das Gelände mal im Googelörs ansehen , genau da , wo diese Häuser dann stehen , dort stehen die größten Bäume überhaupt ...
    ( gegenüber von der Weise-Galerie....

    Es hätte vielleicht keiner etwas dagegen , wenn auf diesen ´festgefahrenen` Parkplätzen 2-3 kleinere Stadtvillen ´zwischen` den Bäumen entstehen würden ; und auch nicht 6 , sondern 4 Geschosse , damit man den Menschen auf den neuerlichen ?Westbalkonen? der Klosterstraße-Häuser die Sonne nicht nimmt ...
    Da hat man denen schon auf der Klosterstraße selbst die hohen Häuser gegenüber gebaut und nun wird auch noch auf der Hofseite die freie Sicht zugebaut ?

    Aber für meine Begriffe sind dort überhaupt keine Wohnungen-Büros-Geschäfte erforderlich , weil von alle dem ´um die Ecke rum` genügend zur Verfügung steht , wie auf dem Rosenhof und entlang der Theaterstraße ?
    ( in der Innenstadt sind um die 30 Geschäfte leer
    ( in der gesamten Stadt sind 3.000 Häuser leer
    ( und wie viele Büro stehen zur Vermietung leer ?

  • 3
    0
    hkremss
    10.10.2016

    Gut, dass da gebaut werden soll! Der Entwurf ist allerdings reichlich beliebig und austauschbar. So einfach sollte man es den Investoren nicht machen.

  • 5
    0
    Klemmi
    08.10.2016

    Eine Bebauung bitte gerne, aber bei diesem Vorschlag hoffe ich es bleibt beim "...aussehen könnte." Viel zu klotzig und steril. Modernität kann auch nachhaltig gestaltet werden, in diesem Fall wäre mir eine Bebauung, die sich an die historische Bebauung der nahen Theaterstraße mit Markthalle und Kaßbergauffahrt anfügt lieber und würde dieses Areal, welches als Zeitzeuge für das alte Chemnnitz steht, mehr ans Zentrum anfügen. So entsteht wieder ein Komplex ohne Urbanität. Warum setzt man in Chemnitz immer noch auf diese einfallslose Klotzarchitektur?

  • 3
    3
    fsaenge
    08.10.2016

    Also ich bin auch für eine Bebauung. Wir sind eine Großstadt und kein Dorf. Jedem, dem es in der Innenstadt zu wenig "grün" und "zu zugebaut" wird, sollte ernsthaft überlegen, ob er in einer Großstadt leben will oder vielleicht doch nicht lieber auf dem Dorf. Ich empfehle z.B. Altenhain. Sehr ruhig und grün dort. Wunderbar.

    Aber zu den hier gezeigten Plänen: Nein Danke! Schon wieder Klötze. Anstatt man sich an Frankfurt am Main, Dresden oder Potsdam zu orientieren und endlich einmal einen architektonisch anspruchsvollen Stadtteil aufzubauen, ist wieder einmal nur Modernität geplant. Unerträglich! Aber Plattenbauten, oder wie man heute so schön sagt "Bauhausstil" war ja schon immer die bevorzugte Bauart von Linken. Und bei einer rot-rot-grünen Stadtregierung überraschen mich diese Entwürfe nicht. Passt dann "gut" zur Rosenhof-Platte.

  • 3
    1
    dwt
    08.10.2016

    Soll man das erste Kommentar verstehen?

    So wie es jetzt dort aussieht, ist es doch auch eine Tür in die Trostlose Innenstadt.
    Heute ist hier alles entweder ein Parkplatz oder mit so nem Plattenbau bebaut. Am Ende werden Bäume und anderes sicher mehr wahrgenommen als das was da heute steht.
    Die Form des gezeigten Neubaus ist etwas klobig.

  • 4
    5
    Schaulies
    08.10.2016

    Klar Chemnitz noch richtig zubauen und sich das Parken gut bezahlen lassen.
    Chemnitz ist für mich eine noch mal komplett verbaute Stadt in der Stadt und man hätte so viel machen können......
    Werden denn die Büros und Läden gebraucht, im Rosenhof steht viel Gewerberaum leer.....mir gefiel die Innenstadt nie so richtig und nun gar nicht mehr, denn besser verbauen hätte es die DDR auch nicht können.
    Was ist mit dem Hochaus in Mitte? Könnte man es zurückbauen und dort Wohnungen einrichten? Was ist mit noch nicht sanierten Altbauten oder Plattenbauten in der Stadt!
    So Konzeptlos und planlos sind die Entscheidungsträger der Stadt......passt aber zu dem was sonst noch abgeht( Stadtpark Bäume fällen, Forum abreissen, Sicherheit in der Innenstadt nicht gewährleistet).
    Gute Nacht Chemnitz! Schade das der Krieg die schöne Altstadt vernichtet hat, sehr sehr schade!



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